RWE Aktie 1158883 / DE0007037129
| Kurse + Charts + Realtime | News + Analysen | Fundamental | Unternehmen | zugeh. Wertpapiere | Aktion | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kurs + Chart | Chart (gross) | News + Adhoc | Bilanz/GuV | Termine | Strukturierte Produkte | Portfolio |
| Times + Sales | Chartvergleich | Analysen | Schätzungen | Profil | Watchlist | |
| Börsenplätze | Realtime Push | Kursziele | Dividende/GV | |||
| Orderbuch | Analysen | |||||
| Historisch | ||||||
| Zahlenvorlage |
13.08.2026 21:01:00
|
Aktie im Plus: RWE erhöht Investitionsziel nach Amprion-Einstieg - Kohleausstieg weiter geplant
Infolge des Einstiegs beim Übertragungsnetzbetreiber Amprion investiert der Energiekonzern RWE in diesem Jahr mehr Geld.
Schlussendlich ging es für das RWE-Paper via XETRA um 2,64 Prozent auf 59,14 Euro nach oben. Seit Jahresbeginn steht momentan ein Plus von mehr als einem Viertel zu Buche.
In einer Investorenpräsentation stellte RWE kurzfristige Deals für Rechenzentren-Standorte in Aussicht. Bei zwei Grundstücken rücke eine Einigung näher, hiess es. Im vergangenen November hatte RWE bereits ein Rechenzentrumsprojekt an einem ehemaligen Kohlekraftwerk in Grossbritannien verkauft. Insgesamt hat RWE nach eigenen Angaben rund zehn Standorte in der Entwicklung.
Solche Grundstücke bieten sich an, weil sie neben der riesigen Industriefläche für gewöhnlich vor allem bereits über leistungsstarke, gross dimensionierte Stromnetzanschlüsse verfügen. So müssen Investoren nicht jahrelang auf neue Genehmigungen warten. Zudem befinden sich in der Nähe häufig Flüssen, oder es gibt bestehende Kühlsysteme, die den Betrieb ebenso erleichtern wie vorhandene Verkehrswege.
RWE-Chef Markus Krebber berichtete in einer Telefonkonferenz mit Analysten über eine starke Nachfrage. Weitere Details zu den womöglich kurzfristig anstehenden Abschlüssen wollte er mit Verweis auf die Konkurrenz nicht bekannt geben. RWE fahre generell einen vorsichtigen Ansatz, sagte der Manager, aber er sei sehr optimistisch.
Weiterhin sieht RWE laut der Präsentation Investitionschancen von mehr als 3 Gigawatt (GW) in Form von neu zu errichtenden Gaskraftwerken in Deutschland. Hinzu kämen mehr als 6,5 Gigawatt an bestehenden Gaskraftwerken in den entsprechenden Auktionen des geplanten Kapazitätsmarktes. Ausserdem kommen gut 3,5 Gigawatt an Gaskraftwerken in den Niederlanden infrage sowie mindestens 2,5 Gigawatt bei der nächsten Ausschreibungsrunde für Stromerzeugung durch Windenergie auf See in Grossbritannien.
Die Ende Juli vorgelegten vorläufigen Zahlen für das erste Halbjahr bestätigte RWE am Donnerstag. Demnach stieg das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im ersten Halbjahr im Vorjahresvergleich um 44 Prozent auf gut 3 Milliarden Euro. Das bereinigte Nettoergebnis verbesserte sich sogar um fast 60 Prozent auf knapp 1,3 Milliarden Euro. Vor rund zwei Wochen hatten die Essener auch die Ergebnisziele für 2026 und 2027 erhöht.
Der endgültige Halbjahresbericht enthalte nach den vorab vorgelegten Eckdaten zwar keine Neuigkeiten mehr, schrieb Analyst Alberto Gandolfi von der US-Bank Goldman Sachs. "Er sät aber die Saat für eine weitere Wachstumsbeschleunigung", so der Experte. Dabei sieht er Impulse, die seiner Ansicht nach nicht im Ergebnisausblick bis 2031 enthalten sind. Hierzu zählten beispielsweise die konkreten RWE-Pläne für die Beteiligung an der Ausschreibung für neue deutsche Gaskraftwerke.
Auch Jefferies-Analyst Ahmed Farman sieht darin Aufwärtspotenzial, ebenso wie in dem möglichen Verkauf der Standorte für Rechenzentren. Farman verwies weiterhin darauf, dass die Jahresziele der Essener noch auf Rohstoffpreisen vom 30. Juni beruhten. Dies impliziere angesichts des aktuellen Rohstoffumfelds ebenfalls Aufwärtspotenzial. Diese Möglichkeit bestätigte RWE-Finanzchef Michael Müller in der Telefonkonferenz.
Erst am Dienstag hatte der Preis für europäisches Erdgas den höchsten Stand seit zwei Wochen erreicht, nachdem es bereits zu Wochenbeginn einen kräftigen Preissprung gegeben hatte. Hintergrund ist das Ringen der Kriegsparteien USA und Iran um die vollständige Wiedereröffnung der Strasse von Hormus, bei dem es bislang keine Fortschritte gibt.
Momentan erwartet das RWE-Management für 2026 den bereinigten operativen Gewinn bei 5,75 bis 6,35 Milliarden Euro. Das bereinigte Nettoergebnis soll bei 1,95 bis 2,45 Milliarden Euro herauskommen. Für das kommende Jahr rechnet der Konzern beim operativen Gewinn mit einem Anstieg auf 6,7 bis 7,3 Milliarden Euro. Das bereinigte Nettoergebnis soll auf 2,2 bis 2,7 Milliarden Euro anziehen.
RWE plant Kohleausstieg bis 2030
Der Energiekonzern RWE hält trotz der Verzögerung bei der Überprüfung des Kohleausstiegs durch den Bund bislang an seinen Plänen fest, Ende März 2030 aus der Braunkohleverstromung auszusteigen. "Wir haben den Ausstieg zum 31.3. und die Bundesregierung hat sich gegenüber uns nicht geäussert", sagte RWE-Chef Markus Krebber bei der Vorlage der Halbjahreszahlen in Essen. "Insofern halten wir bisher an unseren Plänen fest und planen auch den Ausstieg 2030." Krebber signalisierte gleichzeitig, dass RWE gegebenenfalls einen Reservebetrieb vorhalten könne.
Nordrhein-Westfalen soll 2030 aus der Braunkohleförderung aussteigen. Dies hatten der Bund und Nordrhein-Westfalen 2022 mit RWE vereinbart. Bis 2038 soll Deutschland insgesamt aus der Stromgewinnung aus Kohle aussteigen.
Ministerium will für die Analyse Ausschreibungen 2026 abwarten
Zum 15. August hätte der Bund laut entsprechendem Gesetz eigentlich eine Überprüfung der Auswirkungen einer Beendigung der Kohleverstromung vorlegen müssen. Das Bundeswirtschaftsministerium verschob die Vorlage jedoch und erklärte, zunächst die diesjährigen Ergebnisse der Ausschreibungen für Kapazitäten zur Stromerzeugung abwarten zu wollen. Den Bericht werde man "schnellstmöglich" nach Abschluss der vorgesehenen Analysen vorlegen, hatte das Ministerium am Dienstag erklärt.
Geplant ist der Bau von Gaskraftwerken, die etwa bei fehlendem Wind- und Sonnenstrom einspringen sollen. Angepeilt werden zunächst 11 Gigawatt neue Kapazitäten, die spätestens Ende 2031 am Netz sein sollen. Hintergrund ist die Abschaltung von Kohlekraftwerken in den vergangenen Jahren aus Klimaschutzgründen.
RWE: Noch "darstellbar", auf Entscheidung zu warten
"Wir haben einen klaren Vertrag, ein klares Gesetz: Ausstieg 31.3.2030. Die Bundesregierung kann drei Blöcke für weitere drei Jahre in Reserve geben", sagte Krebber weiter. Bisher habe sich die Regierung aber nicht dementsprechend gegenüber RWE geäussert. Er könne verstehen, dass man jetzt auf die Ausschreibung warten wolle. "Das ist für uns auch noch in einem gewissen Zeitraum darstellbar, auf die Entscheidung zu warten."
Es brauche dann aber relativ schnell Klarheit, ob die Reserve gebraucht werde oder nicht. "Wir müssen Betriebspläne anpassen, müssen in die Anlagen investieren, dass sie länger bereitstehen, Wartungskonzepte anpassen, Belegschaft länger motivieren, an Bord zu bleiben, und natürlich uns um die Tagebauführung kümmern." Das alles brauche natürlich einen Vorlauf.
Krebber hatte wiederholt betont, dass die Politik über einen dreijährigen Reservebetrieb nach dem Ausstiegsdatum Ende März 2030 entscheiden müsse. "Doch dann muss der Staat diese Reserve organisieren und auch die nötigen CO2-Zertifikate bezahlen", hatte er Anfang des Jahres in einem Interview der "Rheinischen Post" gesagt. "Wir halten die Anlagen dann nur noch gegen Kostenerstattung im Auftrag der Regierung bereit."
/lew/stk
ESSEN (awp international)
Weitere Links:
Trading Signals: Bloom Energy - Aufstieg in die 1. Liga
Der Brennstoffzellenspezialist steigt in den US-Leitindex auf. Neben diesem prestigeträchtigen Erfolg spricht die Charttechnik für ein kurzfristiges Long-Engagement bei Bloom Energy.
Weiterlesen!Nachrichten zu RWE AG St.
|
13:54 |
EQS-CMS: RWE Aktiengesellschaft: Release of a capital market information (EQS Group) | |
|
13:54 |
EQS-CMS: RWE Aktiengesellschaft: Veröffentlichung einer Kapitalmarktinformation (EQS Group) | |
|
07.09.26 |
Minuszeichen in Frankfurt: DAX letztendlich in der Verlustzone (finanzen.ch) | |
|
07.09.26 |
Schwache Performance in Frankfurt: LUS-DAX gibt zum Ende des Montagshandels nach (finanzen.ch) | |
|
07.09.26 |
Verluste in Frankfurt: Das macht der LUS-DAX aktuell (finanzen.ch) | |
|
07.09.26 |
Zurückhaltung in Frankfurt: DAX präsentiert sich nachmittags schwächer (finanzen.ch) | |
|
07.09.26 |
Verluste in Frankfurt: LUS-DAX am Mittag im Minus (finanzen.ch) | |
|
07.09.26 |
Verluste in Frankfurt: DAX verbucht am Montagmittag Verluste (finanzen.ch) |
Analysen zu RWE AG St.
| 01.09.26 | RWE Buy | Goldman Sachs Group Inc. | |
| 01.09.26 | RWE Buy | Jefferies & Company Inc. | |
| 28.08.26 | RWE Buy | Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank) | |
| 19.08.26 | RWE Overweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 17.08.26 | RWE Buy | Deutsche Bank AG |
Im BX Morningcall werden folgende Aktien analysiert und erklärt – heute mit dem monatlichen Rebalancing:
NEU✅ Euronext
NEU✅ SEI Investments
NEU✅ Ameriprise Financial
inklusive Rebalancing:
❌ Swiss Life
❌ BNP Paribas
❌ Iberdrola
https://bxplus.ch/bx-musterportfolio/
Inside Trading & Investment
Mini-Futures auf SMI
Inside ETF
Meistgelesene Nachrichten
Top-Rankings
Börse aktuell - Live Ticker
Steigende Ölpreise belasten: SMI beendet Handel mit heftigen Abschlägen - Novartis bremst erneut -- DAX schliesslich robust -- US-Börsen schliessen leichter -- Asiens Börsen letztlich uneinheitlichDer heimische Markt erleidete am Dienstag Verluste. Der deutsche Leitindex zeigte sich kaum verändert. Die US-Börsen tendierten nach der feiertagsbedingten Pause schwächer. Auch am Dienstag fanden die Börsen in Asien keine gemeinsame Richtung.


