Moderates Wachstum |
27.02.2025 13:02:00
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Beiersdorf-Aktie legt zu: Beiersdorf peilt höhere Margen an: Vertrag mit CEO verlängert
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Beiersdorf will im laufenden Jahr die Gewinnmarge weiter verbessern - allerdings geht der Nivea-Hersteller dabei von moderateren Umsatzsteigerungsraten aus.
Wie Beiersdorf mitteilte, rechnet das Unternehmen 2025 auf Konzernebene mit einer bereinigten operativen Gewinnmarge leicht über dem Vorjahreswert von 13,9 Prozent. Im Segment Consumer soll die Marge erneut um 50 Basispunkte den Vorjahreswert von 13,4 Prozent übertreffen, im Segment Tesa mit rund 16 Prozent leicht unter dem Vorjahresniveau von 16,3 Prozent landen.
Beim Umsatz will der Konzern organisch um 4 bis 6 Prozent zulegen. Für das Segment Consumer bedeutet dies ein angepeiltes Umsatzplus von ebenfalls 4 bis 6 Prozent, für Tesa von 1 bis 3 Prozent. Bei Tesa hänge das Wachstum stark von der Entwicklung der Automobilbranche statt.
Dabei könnte der Umsatz nach den Markterwartungen 2025 erstmals die 10 Milliarden Euro knacken, der Gewinn unter dem Strich die 1 Milliarde.
Helfen sollen die Innovationspipeline sowie die Erholung bei den Luxusmarken La Prairie und Chantecaille.
Allerdings bestehen derzeit starke Unsicherheiten - und die US-Importzölle könnten die Entwicklung deutlich dämpfen - zum Beispiel bei Lieferkette und Produktionskosten, aber indirekt auch die Tesa Klebstoff/Dichtstoff-Sparte, falls die Automobilbranche infolge der Zölle schwächelt. Rund zwei Drittel der Umsätze in den USA beschafft oder stellt Beiersdorf in anderen Ländern her. Beiersdorfs Umsatz in Nordamerika entsprach 2023 knapp 13 Prozent des Gesamtumsatzes.
Beiersdorf steigert Gewinn deutlich - Tesa Umsatzplus schwach
Beiersdorf hat im abgelaufenen Jahr den Gewinn überproportional zum Umsatz gesteigert und die eigenen Ziele für 2024 im Grossen und Ganzen erreicht, blieb aber teilweise unter den Markterwartungen. Vor allem profitierte der Konsumgüterhersteller von der Entwicklung im grösseren Segment Consumer, mit kräftigem Wachstum der Marken Nivea und Eucerin sowie margenstarken Innovationen. Gebremst wurde dies allerdings durch den anhaltenden Umsatzrückgang der margenstarken Luxuskosmetikmarke La Prairie. Das kleinere Geschäftssegment Tesa konnte entgegen den Unternehmenserwartungen die - bereits starke - Gewinnmarge verbessern, blieb beim Umsatzplus allerdings knapp unter dem bereits schwachen Konzernausblick. Das Marktumfeld für Kleb- und Dichtstoffe sei "sehr herausfordernd" gewesen, teilte Beiersdorf mit.
Der bereinigte operative Gewinn (bereinigtes EBIT) stieg 2024 um 8 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro von 1,27 Milliarden, die entsprechende EBIT-Marge verbesserte sich auf 13,9 Prozent von 13,4. Analysten im Visible-Alpha-Konsens hatten im Schnitt mit 1,376 Milliarden bzw 13,9 Prozent gerechnet. Nach Steuern steigerte Beiersdorf den Gewinn um 24 Prozent auf 928 Millionen Euro von 749 Millionen. Er blieb unter den im Markt erwarteten 983 Millionen. Je Aktie kletterte der Gewinn um 25 Prozent auf 4,05 Euro von 3,24. Hier waren im Konsens 4,30 Euro erwartet worden, also ebenfalls etwas mehr.
Der Konzernumsatz stieg organisch um 6,5 Prozent auf 9,85 Milliarden Euro. Im Segment Consumer betrug der organische Zuwachs 7,5 Prozent auf 8,16 Milliarden. Der Umsatz im Segment Tesa stieg organisch um 1,9 Prozent auf 1,69 Milliarden Euro. Damit erreichte der Konzern - gebremst durch die Entwicklung bei Tesa - beim organischen Umsatzplus den unteren Rand der Zielspanne 6 bis 8 Prozent, bei Consumer den oberen Rand. Tesa blieb knapp unter der Zielspanne 2 bis 5 Prozent.
Bei der EBIT-Marge erreichte Beiersdorf die eigenen Vorgaben und übertraf sie sogar im Segment Tesa. Auf Konzernebene hatte Beiersdorf eine "leichte" Margenverbesserung angepeilt - die Marge betrug 13,9 Prozent nach 13,4. Das Segment Consumer sollte die EBIT-Marge um 50 Basispunkte verbessern, dies wurde erreicht, sie stieg auf 13,4 Prozent von 12,9. Das Segment Tesa sollte die EBIT-Marge stabil auf Vorjahresniveau halten, sie stieg auf 16,3 Prozent von 16,0.
Beiersdorf verlängert Vertrag von CEO Vincent Warnery bis Ende 2030
Beiersdorf hat den Vertrag von CEO Vincent Warnery bis Ende 20230 verlängert. Warnery steht an der Spitze des Konzerns seit 1. Mai 2021. Zuvor war sein Vertrag bereits vorzeitig um fünf Jahre verlängert worden bis 31. Januar 2027.
"Wir haben wegweisende Innovationen in unserer Pipeline und expandieren in unseren Märkten - aber es gibt noch viel zu tun", liess sich Warnery zitieren. "Ich freue mich über das Mandat, Beiersdorf weiter in die Zukunft zu führen und unsere Ambitionen mit Leben zu füllen."
Beiersdorf-CFO: US-Importzölle könnten "erhebliche Auswirkungen" haben
Die von US-Präsident Donald Trump angepeilten Importzölle können Beiersdorf-CFO Astrid Hermann zufolge "erhebliche Auswirkungen" auf das eigene Geschäft haben. Etwa 1/3 des Beiersdorf-US-Geschäfts werde im Land selbst produziert, etwa 2/3 ausserhalb der USA, ein grosser Teil davon in Mexiko, sagte Hermann auf der online übertragenen Jahrespresse/Analystenkonferenz. Ein Importzoll von 25 Prozent, wie diskutiert wird, "könnte unser Geschäft um bis zu 50 Basispunkte beeinträchtigen - und zwar vor allen anderen Massnahmen, die wir ergreifen könnten", so Hermann.
Der Konsumgüterhersteller von Marken wie Nivea, Eucerin, Chantecaille, La Prairie und Tesa habe in den USA in seinem Lager einen gewissen Bestand aufgebaut, um zumindest vorübergehend mit diesen Auswirkungen fertig zu werden, sagte Hermann. "Und natürlich müssen wir die Preisgestaltung überprüfen." Es sei schwer vorherzusagen, wie die Zölle sich auf die US-Verbraucher und deren Geldbeutel auswirken würden.
Insgesamt habe der Konzern starke Businesspläne für die USA, wie zum Beispiel die geplanten Markteinführungen, die Marken hätten sich vergangenes Jahr im US-Markt wirklich gut gewickelt. Der Konzern hoffe, "dass all diese geopolitischen Herausforderungen am Ende nicht zu weiteren Störungen führen werden. Let's see", sagte Hermann.
Beiersdorf-CEO: Bringen 2025 China-Geschäft in Ordnung
Beiersdorf plant 2026 in Festlandchina den strategischen Launch seiner vier Consumer-Marken Nivea, Eucerin, La Prairie und Chantecaille als neue Produkte mit dem aktiven Wirkstoff gegen Hyperpigmentierung, Thiamidol. Dafür will der Konzern in den kommenden Monaten die derzeitigen Warenbestände der Marken, die Thiamidol noch nicht enthalten, deutlich reduzieren, um den chinesischen Markt aufnahmefähig zu machen. Besonders die Luxuskosmetikmarke La Prairie hat der Konzern dabei im Blick, die im vergangenen Jahr den weltweiten Umsatzrückgang fortsetzte (Gj -6,2 Prozent, 4Q -2,8 Prozent). CEO Vincent Warnery zufolge will der Konzern in diesem Jahr "das Haus in China in Ordnung bringen". Dabei soll bei La Prairie der Lagerbestand in sechs Wochen abgebaut werden, so dass er bereits Ende März "das richtige Niveau hat", sagte Warnery auf der online übertragenen Jahrespresse/Analystenkonferenz. Bei der Luxusmarke Prairie soll auch die Kundengruppe erweitert und jüngere Kunden angesprochen werden. Generell sieht der CEO bei La Prairie "erste positive Anzeichen" in regionalen Entwicklungen und im Online-Bereich für eine Trendumkehr, es sei aber "noch sehr früh".
Die Aktie von Beiersdorf gewinnt auf XETRA zeitweise 3,30 Prozent auf 131,35 Euro.
DOW JONES
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