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Geändert am: 26.11.2021 20:38:12

Sorgen um neue Virusmutation: SMI geht tiefrot ins Wochenende -- DAX schliesst unter 15'300 Punkten -- Ausverkauf an der Wall Street -- Märkte in Fernost geben letztlich kräftig nach

Sowohl am heimischen Aktienmarkt als auch in Deutschland ging es am Freitag steil bergab. Die US-Aktienmärkte verbuchten Verluste. Am letzten Handelstag der Woche präsentierten sich auch die asiatischen Indizes tiefrot.

SCHWEIZ

Der Schweizer Aktienmarkt verbuchte am Freitag herbe Abschläge.

Der SMI eröffnete bereits mehr als zwei Prozent schwächer und verharrte im Laufe des Tages klar im roten Bereich. Zum Sitzungsende notierte er 2,01 Prozent tiefer bei 12'199,21 Punkten.

Die Nebenwerteindizes SLI und SPI gaben ebenfalls kräftig nach. Sie schlossen 2,25 Prozent tiefer bei 1'963,70 Einheiten respektive 1,92 Prozent schwächer bei 15'596,05 Zählern.

Eine neue Virus-Variante hat am Schweizer Aktienmarkt zum Wochenschluss am "Black Friday" für einen Ausverkauf gesorgt. Auch in Europa erlebten die Börsen ein kleines Erdbeben. "Helme auf und Köpfe einziehen", hiess es denn auch in einem Kommentar.

Die neue Variante gelte als wesentlich aggressiver und es könnte zudem sein, dass sich die existierenden Impfstoffe hier als wirkungsloser erweisen als gegen die in Europa vorherrschende Delta-Variante, hiess es. Der Schock machte sich aber nicht nur an den Aktienmärkten bemerkbar. Auch am Devisen- und Rohstoffmarkt kam es zu ausgeprägten Bewegungen. Während der sichere Hafen "Schweizer Franken" gesucht war, gaben die Ölpreise kräftig nach. Die zu erwartenden Corona-Massnahmen dürften sich negativ auf das Wirtschaftswachstum auswirken.

DEUTSCHLAND

Am deutschen Aktienmarkt ging es am Freitag deutlich nach unten.

Der DAX brach zum Start um mehr als drei Prozent ein und weitete seine Verluste im Verlauf sogar noch aus, sodass letztlich ein Minus von 4,15 Prozent auf 15'257,04 Punkte an der Tafel stand.

Damit erwiesen sich die jüngsten Stabilisierungsversuche als Strohfeuer, die Kurskorrektur von der jüngsten wochenlangen Kursrally ging mit beschleunigten Tempo weiter. Die wieder verschärfte Corona-Lage und die Konjunktursorgen hatten bereits Ende vergangener Woche für eine Zäsur gesorgt, nachdem der DAX im Zuge der Berichtssaison immer neue Hochs markiert hatte.

Laut Charttechnikexperte Andreas-Büchler von Index Radar haben sich damit anfänglich "harmlose" Gewinnmitnahmen inzwischen in eine Ernst zu nehmende Konsolidierung verwandelt. Er hält sogar einen Rutsch bis auf 14'800 Punkte nicht für ausgeschlossen, womit sich die Gewinne der jüngsten Aufwärtsbewegung in Luft auflösen würden.

Experten befürchten nun, dass die Virus-Variante B.1.1.529 wegen ihrer vielen Mutationen auch den Schutzschild der Impfstoffe leichter durchdringen könnte. Der Mainzer Impfstoffhersteller BioNTech schaut sich die neue Variante aktuell an und rechnet spätestens in zwei Wochen mit Erkenntnissen.

Erste Länder wie Grossbritannien und Israel schränkten bereits vorsorglich den Flugverkehr in die Staaten der Region ein und weitere Länder dürften folgen. Deutschland wird Südafrika ab der Nacht zu Samstag zum Virusvariantengebiet erklären, womit Fluggesellschaften nur noch deutsche Staatsbürger nach Deutschland befördern dürfen. Unterdessen wurde in Belgien bereits bei einem Reisenden die Mutation nachgewiesen.

WALL STREET

Auch in den USA schlugen Virusängste die Anleger in die Flucht.

Der Dow Jones gab schon zum Handelsstart kräftig nach und baute die Abschläge immer weiter aus. Schlussendlich wies das Börsenbarometer ein Minus von 2,53 Prozent auf 34'899,34 Punkte aus. Der Techwerteindex NASDAQ Composite rutschte ebenfalls immer nach Süden. Er beendete die verkürzte Sitzung 2,23 Prozent niedriger bei 15'491,66 Zählern.

Ausgerechnet am "Black Friday" gab es an der Wall Street auch kursmässig einen rabenschwarzen Freitag. Die Furcht vor einer neuen Coronavirus-Variante, die zuvor schon die Börsen in Asien und Europa schwer belastete, zog auch bei US-Aktien eine Verkaufswelle nach sich. Am Tag nach "Thanksgiving" endete der Handel in New York drei Stunden früher als üblich.

Craig Erlam vom Broker Oanda beobachtete eine "Flucht in die Sicherheit angesichts der zunehmenden Angst vor Varianten". Fachleute befürchten, dass die im südlichen Afrika entdeckte Variante B.1.1.529 wegen ungewöhnlich vieler Mutationen nicht nur hoch ansteckend ist, sondern auch den Schutzschild der Impfstoffe leichter durchdringen könnte. Dies lässt die Lockdown-Sorgen der Anleger, die zuletzt schon wegen der erneuten Infektionswelle aufkamen, noch weiter hochkochen.

"Das Besorgniserregendste an dem neuen Stamm ist derzeit, wie wenig wir über ihn wissen", fuhr Erlam fort. Die Nachrichtenagentur PA zitierte einen Experten der britischen Behörde für Sicherheit im Gesundheitswesen mit der Einschätzung, bei B.1.1.529 handele es sich um "die schlimmste Variante", die bisher gesehen wurde. Bislang gibt es ausserhalb des südlichen Afrika nur wenig bestätigte Fälle, unter anderem einen Fall in Belgien.

Nach den von Grossbritannien und Israel verhängten Einreisebeschränkungen für Personen aus dem südlichen Afrika kündigten andere Länder ähnliche Massnahmen an. Für die ganze Reisebranche ist dies ein erneut schwerer Schlag, der auch an der Börse zu spüren war.

Es gab aber auch Gewinner der aktuellen Entwicklung - und dazu zählten einige der bekannten "Stay-at-home-Aktien", die schon bei vorherigen Lockdowns begehrt waren, in den vergangenen Monaten aber während der entspannteren Infektionslage bei Anlegern einen schweren Stand hatten.

ASIEN

Die Börsen in Fernost mussten am Freitag deutliche Abschläge verkraften.

In Japan büsste der Nikkei letztlich 2,53 Prozent auf 28'751,62 Punkte ein.

Während der Shanghai Composite auf dem chinesischen Festland bis zum Sitzungsende 0,56 Prozent auf 3'564,09 Zähler verlor, fiel der Hang Seng in Hongkong 2,67 Prozent auf 24'080,52 Einheiten zurück.

Die Ausbreitung einer neuen, möglicherweise sehr gefährlichen Variante des Coronavirus im südlichen Afrika hat Asiens Börsen am Freitag deutlich unter Druck gesetzt. Auch die Ölpreise gerieten ins Taumeln. Gesucht waren dagegen als "sichere Häfen" geltende Anlagen wie Anleihen, der japanische Yen und der US-Dollar.

Die Nachrichtenagentur PA zitierte einen Experten der britischen Behörde für Sicherheit im Gesundheitswesen mit der Einschätzung, bei B.1.1.529 handele es sich um "die schlimmste Variante", die bisher gesehen wurde. Bislang gebe es nur bestätigte Fälle in Südafrika, Botsuana und Hongkong. Dementsprechend fielen die Verluste an der Hongkonger Börse besonders deutlich aus. Aber auch der japanische Leitindex Nikkei 225 litt sichtbar unter der neuen Corona-Hiobsbotschaft. Ihn belastete auch die Yen-Aufwertung, die japanische Produkte für ausländische Käufer tendenziell verteuert.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com


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