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Restrukturierung 07.12.2022 17:50:00

Credit Suisse-Aktie in Rot: CS hat sich offenbar Rechte für Marke "First Boston" gesichert - Ein Schritt weiter bei Londoner Softbank-Klage

Credit Suisse-Aktie in Rot: CS hat sich offenbar Rechte für Marke

Die Credit Suisse hat sich laut einem Bericht der "Financial Times" die Rechte für die Marke "First Boston" gesichert.

Die Grossbank Credit Suisse hatte Ende Oktober im Rahmen ihrer tiefgreifenden Restrukturierung angekündigt, einen Teil ihrer Investmentbank unter dem Namen "CS First Boston" abzuspalten.

Die neue Investmentbank-Einheit hätte laut dem Artikel in der "Financial Times" vom Mittwoch eigentlich "First Boston" heissen sollen. Allerdings habe die CS entdeckt, dass der Name von einem anderen Unternehmen beansprucht wurde. In der Folge sei die Credit Suisse dann auf die Bezeichnung "CS First Boston" umgeschwenkt, schrieb die britische Wirtschaftszeitung.

Anwälte der Grossbank hätten gleichzeitig von der US-Patent- und Markenschutzbehörde die Zuerkennung der Rechte an "First Boston" verlangt. In der Zwischenzeit habe man sich nun mit dem Besitzer der Markt auf die Zahlung einer nicht genannten Summe geeinigt und das entsprechende Gesuch an die US-Behörde zurückgezogen, heisst es weiter. Ein Bankensprecher wollte sich auf AWP-Anfrage nicht weiter dazu äussern.

Die CS verwies in einer Stellungnahme allerdings darauf, dass das Investment Banking & Capital Markets-Geschäft der Credit Suisse "auf eine langjährige Erfolgsgeschichte mit der First Boston und DLJ (Donaldson, Lufkin & Jenrette)" zurückblicke. Die Bank habe die Marke First Boston und den damit verbundenen Ruf und Goodwill "über Jahrzehnte aufgebaut" und werde ihre diesbezüglichen Rechte "mit Nachdruck wahrnehmen und dafür einstehen", hiess es in der Stellungnahme. Die "Branding-Pläne" seien auf einem guten Weg.

Credit Suisse kommt mit Londoner Softbank-Klage vorwärts

Die Credit Suisse ist mit einer Klage gegen das japanische Investmentgruppe Softbank wegen der Greensill-Fonds in London einen Schritt weitergekommen. Ein Richter in London habe der Grossbank als Geschädigter erlaubt, selbst als Klägerin aufzutreten, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch.

Bei der Klage dürfte es um Ansprüche in Höhe von 440 Millionen Dollar gehen, welche Greensill gegenüber dem US-Bauunternehmen Katerra geltend macht. Softbank ist einer der Hauptinvestoren des Bauunternehmens, das inzwischen seine Bilanz deponiert hat. Die Schweizer Grossbank wirft Softbank laut dem Bericht vor, im Wissen um die Schieflage von Greensill Geld abgezogen zu haben. Es habe sich dabei um Transaktionen zu einem unterbewerteten Preis und ohne kommerziellen Zweck gehandelt, zitiert Bloomberg die CS-Anwältin.

Das CS Asset Management verfolge weiterhin alle Möglichkeiten, Gelder für die Anleger in die Lieferketten-Finanzierungs-Fonds zurückzuerhalten, erklärte ein CS-Sprecher am Mittwoch auf Anfrage lediglich.

Die CS hatte im Frühling 2021 mitgeteilt, die gemeinsam mit der inzwischen insolventen Greensill Capital geführten Lieferketten-Finanzierungs-Fonds zu liquidieren. Die Schweizer Grossbank hat von den Fondsvermögen von ursprünglich rund 10 Milliarden Dollar mittlerweile 7,4 Milliarden Dollar zurückerhalten. An die Investoren in die vier Greensill-Fonds sind bisher daraus 6,78 Milliarden Dollar ausgezahlt worden.

Im Schweizer Handel verloren die CS-Aktien zu Handelsende 3,55 Prozent auf 2,851 Franken.

tp/jb

Zürich / London (awp)


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