D-Wave Quantum Aktie 120490456 / US26740W1099
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| Kryogene Technologie |
07.01.2026 22:14:00
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D-Wave Quantum-Aktie trotzdem in Rot: Grosser Fortschritt bei skalierbarer Quantencomputer-Steuerung
D-Wave demonstriert erstmals skalierbare, kryogene Steuerung von Qubits direkt auf dem Chip - ein womöglich entscheidender Meilenstein.
• Kryogene Technologie reduziert Verkabelung erheblich
• Schritt zu kommerziell nutzbaren Gate-Modell-Quantencomputern
Die Aktie von D-Wave Quantum legte an der NYSE zuletzt kräftig zu: Am Montag schloss sie mit einem Plus von 8,92 Prozent bei 30,64 US-Dollar, am Dienstag ging es weiter auf 31,25 US-Dollar (+1,99 Prozent). Grund für die Rally war vor allem das wachsende Anlegerinteresse am Quantencomputing und die aktuelle Präsentation auf der CES 2026 in Las Vegas, die vom 6.-9. Januar stattfindet. D-Wave ist zudem Sponsor des "CES Foundry"-Events am 7. und 8. Januar und stellt dort seine hybriden Quanten-Klassik-Solver sowie seine energieeffiziente Annealing-Technologie vor, wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht.
Am Mittwoch pausierte die Rally jedoch: Die Aktie notierte an der NYSE schlussendlich 3,45 Prozent tiefer bei 30,19 US-Dollar - und das, obwohl D-Wave erneut gute Neuigkeiten verkündete.
D-Wave erreicht Meilenstein bei skalierbarer Quantencomputer-Steuerung
D-Wave Quantum hat einen entscheidenden Durchbruch im Bereich des Gate-Modell-Quantencomputings vermeldet, wie aus einer Pressemitteilung vom 07. Januar hervorgeht. Erstmals demonstrierte das Unternehmen die skalierbare, kryogene Steuerung von Qubits direkt auf dem Chip. Laut der Mitteilung reduziert diese Technologie die für die Steuerung grosser Qubit-Zahlen notwendige Verkabelung erheblich, ohne die Qualität der Qubits zu beeinträchtigen - ein entscheidender Schritt hin zu kommerziell nutzbaren Quantencomputern.
Kryogene Steuerung auf dem Chip: Technologie für die Zukunft
Bisher erforderten Gate-Modell-Quantencomputer eine massive Verkabelung und grosse kryogene Gehäuse. Dr. Trevor Lanting, Chief Development Officer bei D-Wave, erklärte in der Mitteilung: "Ohne Steuerung auf dem Chip und Multiplexing erfordern nützliche Gate-Modell-Quantencomputer eine unpraktisch grosse Menge an Verkabelung und massive kryogene Gehäuse". Weiter sagte er: "Skalierbarkeit ist grundlegend für das Wachstum und die zunehmende Verbreitung dieser Technologie, und die Steuerung von mehr Qubits mit weniger Verkabelung ermöglicht es uns, grössere Prozessoren mit kleinerem Fussabdruck zu bauen."
Die Steuerung basiere auf supraleitendem Bump-Bonding und fortschrittlichen kryogenen Verpackungstechniken. Ein mehrschichtiges Chip-Paket integriert hochkohärente Fluxonium-Qubits mit einem multilayer Control-Chip. Dabei profitierte D-Wave von Expertise und Prozessen des NASA Jet Propulsion Laboratory, hiess es.
Supraleitende Qubits haben einen entscheidenden Vorteil: Sie können Rechenoperationen deutlich schneller ausführen als gefangene Ionen, neutrale Atome oder Photonik. Laut D-Wave ermöglicht die Technologie "schnellere und kostengünstigere Skalierung unter Nutzung bewährter Lieferketten" und ist damit besonders geeignet, um grosse, praxisrelevante Gate-Modell-QPUs zu bauen.
Kommerzielle Gate-Model-Systeme in Reichweite?
D-Wave plant, die Technologie weiter auszubauen und erstmals skalierbare, kommerzielle Gate-Modell-Quantencomputer auf den Markt zu bringen. Dr. Lanting betont: "Wir glauben, dass dieser historische Meilenstein D-Wave in die Lage versetzt, das erste wirklich skalierbare, kommerzielle Gate-Modell-System der Branche bereitzustellen."
Mit diesem Schritt könnte D-Wave seine Position als Pionier im Quantencomputing festigen und den Weg für leistungsstarke, kommerziell nutzbare Quantenprozessoren ebnen, die in Zukunft Branchen von Finanzdienstleistungen über KI bis hin zur Forschung transformieren könnten. Ob dies gelingt und ob die D-Wave Aktie ihre jüngste Rally an der Börse fortsetzen kann, bleibt abzuwarten.
Redaktion finanzen.ch
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