|
06.11.2025 10:51:36
|
Deutsche Bundesbank warnt vor wachsenden Risiken für Banken
FRANKFURT (awp international) - Zollkonflikte, Konjunkturflaute, Kreditausfälle - die Bundesbank warnt vor wachsenden Risiken für Deutschlands Banken. "In der Gesamtschau hat sich das makrofinanzielle Umfeld im vergangenen Jahr spürbar verschlechtert, insbesondere angesichts hoher Unsicherheit und damit einhergehender Risiken", heisst es im Finanzstabilitätsbericht 2025 der Notenbank.
Die Gefahr, dass Kredite nicht zurückgezahlt werden, nehme angesichts des schwachen wirtschaftlichen Umfelds seit einiger Zeit zu. Und die Risiken im Kreditgeschäft könnten nach Einschätzung der Bundesbank im Zusammenhang mit konjunkturellen und strukturellen Herausforderungen weiter steigen.
Insgesamt sei die Kapitalausstattung der deutschen Banken zwar solide, konstatiert die Bundesbank. Allerdings dürfe die Widerstandsfähigkeit insbesondere grosser Institute nicht überschätzt werden, weil deren Risiken auf dem Papier möglicherweise kleiner aussehen, als sie in Wirklichkeit sind. Dass sich die Ertragslage der Geldhäuser positiv entwickelt habe, könne auch dazu führen, dass Risiken unterschätzt werden, warnt die Bundesbank.
Lage bei Gewerbeimmobilien bleibt fragil
Bei Gewerbeimmobilien sieht die Bundesbank zwar eine Entspannung, gibt aber keine Entwarnung: "Die Preise am deutschen Gewerbeimmobilienmarkt haben sich zuletzt stabilisiert, jedoch bleibt die Lage insgesamt fragil." Weil wegen des Homeoffice-Trends weniger Büroflächen gebraucht werden, steht der Markt für diese Immobilien in vielen Ländern seit längerem unter Druck. Auch etliche Geschäfte stehen leer, weil Konsumenten reichlich im Internet einkaufen.
Entspannung stellt der Bericht auf dem Markt für Häuser und Wohnungen fest: "Am Wohnimmobilienmarkt zeigen sich mit wieder steigenden Preisen und Transaktionen Anzeichen einer Erholung. Die Überbewertungen auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt haben sich im Jahr 2024 grösstenteils abgebaut."
Risikofaktor steigende Staatsverschuldung
Neue Risiken könnten die - auch wegen gewaltiger Milliardenausgaben für die Verteidigung - wachsenden Schuldenberge der Staaten mit sich bringen. Während Deutschland trotz steigender Schuldenquote als solide aufgestellt gilt, bestehen in anderen Euroländern grössere Probleme, die Schulden abzutragen.
Bundesbank-Vorstand Michael Theurer mahnt: "Damit die Schulden tragfähig bleiben, muss Europa ein dauerhaft stabiles Wirtschaftswachstum erzielen. Strukturreformen müssen durch glaubhafte, strikte Fiskalregeln flankiert werden." Deutschland sei dabei "in besonderer Verantwortung als Vorbild und Stabilitätsanker der Währungsunion"./ben/DP/mis
3 Knaller-Aktien im BX Musterportfolio📈: Broadcom, Quanta Services & ING mit François Bloch
Im BX Morningcall werden folgende Aktien analysiert und erklärt
✅ Broadcom
✅ Quanta Services
✅ ING Group
👉🏽 https://bxplus.ch/bx-musterportfolio/
Inside Trading & Investment
Mini-Futures auf SMI
Inside Fonds
Meistgelesene Nachrichten
Top-Rankings
Börse aktuell - Live Ticker
SMI geht stabil ins Wochenende -- DAX letztlich höher -- US-Börsen schließen am Freitag im Plus -- Asiens Börsen schliessen uneinheitlichDer heimische Markt zeigte sich vor dem Wochenende wenig bewegt. Der deutsche Leitindex legte zu. An den US-Börsen endete der Handel freundlich. Die Märkte in Fernost bewegten sich am Freitag in unterschiedliche Richtungen.

