Grüezi! Sie wurden auf finanzen.ch, unser Portal für Schweizer Anleger, weitergeleitet.  Zurück geht es hier.

14.06.2024 16:03:36

KaDeWe: Luxus-Kaufhäuser lassen Benko-Zeit hinter sich

(neu: Details)

BERLIN (awp international) - Hier ist von Warenhauskrise nichts zu spüren: Ob KaDeWe, Oberpollinger oder Alsterhaus - Luxus läuft. Und so überstehen die Kaufhäuser in Berlin, München und Hamburg den Zusammenbruch des Signa-Imperiums, das der österreichische Investor René Benko aufgebaut hatte. Die thailändische Central Group übernimmt den Betrieb. Das teilte am Freitag die KaDeWe Group mit, die alle drei Häuser vereint. Der bisherige Mehrheitseigner übernimmt das operative Geschäft komplett. Und in der Geschichte der Traditionshäuser und für die rund 1700 Beschäftigten beginnt ein neues Kapitel; doch noch sind Fragen offen.

Die Käufer:

Die Central Group ist ein Mischkonzern im Besitz der Familie Chirathivat, die zu den reichsten Familien Thailands zählt. Forbes schätzte ihr Vermögen 2023 auf 12,4 Milliarden Dollar (11,4 Mrd Euro). Die Gruppe mit Sitz in Bangkok betreibt Supermärkte, Kaufhausketten, Hotels und Restaurants. Im Ausland ist sie unter anderem an La Rinascente in Italien, Selfridges in Grossbritannien und Globus in der Schweiz beteiligt. Wie viel sie für das deutsche Premium-Trio zahlt, blieb am Freitag offen. Nur so viel gab eine KaDeWe-Erklärung preis: Central habe überzeugend dargelegt, die Gruppe übernehmen zu wollen und zu können.

Die Kaufhäuser:

Das 1907, in der Nähe des Kurfürstendamms eröffnete KaDeWe ("Kaufhaus des Westens") in Berlin wurde in der Nachkriegszeit zum Sinnbild für Konsum und Kaufkraft. Es verfügt über 60 000 Quadratmeter Einkaufsfläche mitten in der Hauptstadt. Neben Freunden von Luxuswaren machen sich täglich auch Tausende Touristen auf den Weg in das renommierte Gebäude. Der Oberpollinger, 1905 eröffnet, sieht sich heute als Departmentstore, orientiert auch an internationaler Kundschaft. Im 1912 als Warenhaus Hermann Tietz eröffneten Alsterhaus schauten sich schon der damalige Prince Charles und Lady Diana um. 728 Millionen Euro Umsatz machten die drei Häuser im Geschäftsjahr 2022/2023 nach Unternehmensangaben. Grösster Umsatzbringer ist das KaDeWe.

Die Benko-Jahre:

Karstadt verkaufte die Premiumhäuser vor zehn Jahren an Signa und damit an den Österreicher René Benko. Der holte 2015 Central an Bord. Über hohe Mieten schlug der Immobilien-Investor Benko Kapital aus den Häusern - bis in den vergangenen Monaten steigenden Zinsen, Baukosten und Energiepreise sein verschachteltes Signa-Imperium zum Kollaps brachten. Im Januar ging auch die KaDeWe Group in die Insolvenz. Der Geschäftsbetrieb in den Kaufhäusern läuft aber weiter.

Die Immobilien:

Das Mieten-Problem hat Central erst zum Teil gelöst. Im April kauften die Thailänder das Gebäude des KaDeWe mit seinen 60 000 Quadratmetern - für eine Milliarde Euro, wie es aus dem Berliner Senat hiess. In München und Hamburg sieht sich Central noch Signa gegenüber: Central verhandelt mit Signa-Insolvenzverwalter Torsten Martini über die Miete für die 20 000 Quadratmeter im Alsterhaus und 30 000 Quadratmeter im Operpollinger.

Mit ihm hatte zuletzt auch der Galeria-Insolvenzverwalter verhandelt und konnte geringere Mieten erreichen - was dazu beitrug, dass die meisten betroffenen Filialen fortgeführt werden. Aber entscheiden werden am Ende die Gläubiger der insolventen Signa-Gesellschaften, also Finanzinstitute, Banken und Fonds. Zudem steht der Kaufvertrag noch unter dem Vorbehalt unter anderem kartellrechtlicher Fragen, wie es am Freitag hiess.

Die Zukunft:

Handelsexperte Johannes Berentzen von der Beratungsfirma BBE meint zu der geplanten Übernahme: "Aus Sicht der Häuser und der Beschäftigten ist das eine gute Nachricht - ein weiterer Schritt zur Loslösung von den insolventen Signa-Gesellschaften." Die Mietverhandlungen für Hamburg und München würden spannend. "In beiden Häusern ist die Umsatz-Mietbelastung sehr hoch." Grösste Herausforderung für Central werde es aber sein, zügig operativen Durchgriff zu erlangen - damit die Profitabilität steige und sich auch die Luxuspositionierung weiter entwickele. "Das gilt übrigens auch für den Online-Bereich." Da seien andere weiter./bf/DP/ngu

Eintrag hinzufügen

Erfolgreich hinzugefügt!. Zu Portfolio/Watchlist wechseln.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Kein Portfolio vorhanden. Bitte zusätzlich den Namen des neuen Portfolios angeben. Keine Watchlisten vorhanden. Bitte zusätzlich den Namen der neuen Watchlist angeben.

CHF
Hinzufügen

Reiseboom 2024: Diese Aktien müssen Sie kennen! In der heutigen Folge spricht Tim Schäfer mit David Kunz, COO der BX Swiss AG, über Aktien im Feriensegment.:

Welche Aktien bieten Chancen nach der Pandemie?
Wie beliebt ist Camping in den USA und in Europa und welche Aktien sind derzeit interessant?

In unserem zweiwöchigen Format „Wall Street Live“ mit Tim Schäfer behandeln wir Topaktuelle Themen des Marktgeschehens.

👉🏽 https://bxplus.ch/wall-street-live-mit-tim-schaefer/

Reiseboom 2024: Diese Aktien müssen Sie kennen! | BX Swiss TV

Mini-Futures auf SMI

Typ Stop-Loss Hebel Symbol
Short 12’706.02 18.74 YXSSMU
Short 12’938.98 13.69 0RSSMU
Short 13’401.03 8.96 UKGBSU
SMI-Kurs: 12’173.44 19.07.2024 17:31:18
Long 11’668.55 19.33 UBSKQU
Long 11’400.85 13.69 KLUBSU
Long 10’922.71 8.83 SSRM0U
Die Produktdokumentation, d.h. der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), sowie Informationen zu Chancen und Risiken, finden Sie unter: https://keyinvest-ch.ubs.com

finanzen.net News

Datum Titel
{{ARTIKEL.NEWS.HEAD.DATUM | date : "HH:mm" }}
{{ARTIKEL.NEWS.BODY.TITEL}}

Nachrichten

  • Nachrichten zu Aktien
  • Alle Nachrichten
pagehit