On Aktie 113454047 / CH1134540470
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11.08.2026 22:02:00
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On-Aktie sackt zweistellig ab: Schuhfirma wächst weiter rasant - Ausblick trotzdem vorsichtiger
Der Laufschuhhersteller On hat im zweiten Quartal 2026 erneut Rekordwerte beim Umsatz erzielt und die Profitabilität weiter gesteigert.
Der Umsatz kletterte um 13,5 Prozent auf 850 Millionen Franken, wie das in New York kotierte Zürcher Unternehmen am Dienstag mitteilte. Bereinigt um Währungseffekte betrug der Anstieg 21,6 Prozent. Wachstumstreiber war vor allem das Direktkundengeschäft, das um 26 Prozent beziehungsweise währungsbereinigt um 34 Prozent zulegte und mit einem Anteil von knapp 46 Prozent am Gesamtumsatz einen neuen Höchststand erreichte.
Bei den Produktkategorien legten Bekleidung (+48%) und Accessoires (+88%) klar stärker zu als das Kerngeschäft mit Schuhen (+11%). Mit einem Umsatzanteil von 92 Prozent bleibt dieses jedoch das wichtigste Standbein.
Im grössten Markt Amerika stieg der Umsatz um 5 Prozent auf 452 Millionen Franken. In EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) nahmen die Erlöse um 15 Prozent auf 228 Millionen zu, in Asien-Pazifik gar um 43 Prozent auf 171 Millionen. Laut Co-CEO David Allemann ist das Wachstum dort breit abgestützt, insbesondere in China, Südkorea und Südostasien. Ohne die Währungseffekte wäre die Entwicklung in sämtlichen Produktkategorien und märkten noch stärker positiv ausgefallen.
Höhere Profitabilität
Der bereinigte EBITDA stieg um 24 Prozent auf 168 Millionen Franken, die Marge auf 19,8 von 18,2 Prozent. Laut On ist dies vor allem auf den höheren Anteil des margenstärkeren Direktkundengeschäfts, Effizienzsteigerungen sowie auf den Verzicht auf grosse Rabattaktionen zurückzuführen.
Gerade im Grosskunden-Geschäft in Amerika habe On im zweiten Quartal allerdings eine gewisse Schwäche gesehen, sagte Allemann im Gespräch mit AWP. Der Markt sei dort zuletzt stark von Rabattaktionen geprägt gewesen. On wolle sich diesem Trend bewusst entziehen. "Wir lassen uns nicht auf Preisnachlässe ein", sagte der Co-CEO. Als Premium- und Innovationsmarke setze On stattdessen darauf, "mit neuen, innovativen Produkten die Nachfrage zu Vollpreisen anzukurbeln".
Für den Anteil des Direktkundengeschäfts hat On laut Allemann keine feste Zielgrösse. Entscheidend sei, die Kunden dort zu erreichen, wo sie einkaufen wollten. Das Direktkundengeschäft wachse derzeit in allen Regionen stärker als erwartet. Auch in der Schweiz habe sich das Wachstum im laufenden Jahr nochmals beschleunigt.
Unter dem Strich resultierte ein Gewinn von 105,0 Millionen Franken nach einem Verlust von 40,9 Millionen im Vorjahresquartal. Diesen hatte das Management damals primär auf negative Währungseffekte zurückgeführt, die sich dieses Quartal nicht wiederholt hätten.
Umsatzprognose gesenkt
Trotz der starken Entwicklung nimmt On die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 leicht zurück. Neu wird ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im niedrigen 20-Prozent-Bereich erwartet, nachdem zuvor mindestens 23 Prozent in Aussicht gestellt worden waren. In Franken soll der Umsatz zwischen 3,47 und 3,56 Milliarden liegen.
Allemann sieht darin allerdings keine grundsätzliche Eintrübung der Geschäftsaussichten. Die bisher kommunizierten 23 Prozent lägen weiterhin "am oberen Ende" der nun breiter gefassten Erwartungen. Entscheidend sei insbesondere, wie schnell die kommenden Produktneuheiten bei den Konsumenten ankämen. Gleichzeitig halte On trotz der vorsichtigeren Umsatzprognose an den Margenzielen fest.
Die bereinigte EBITDA-Marge wird konkret weiterhin zwischen 19,5 und 20 Prozent erwartet. Angehoben wurde dagegen die Prognose für die Bruttogewinnmarge auf mindestens 65 Prozent nach zuvor 64,5 Prozent. Nicht eingerechnet sind mögliche Vorteile aus erwarteten Zollrückerstattungen in den USA.
Die entsprechenden Rückforderungsanträge seien bereits eingereicht worden. "Wir erwarten die Rückerstattung im zweiten Halbjahr", sagte Allemann. Zur Höhe wollte er sich noch nicht äussern.
On-Aktie stürzt ab
Der Sportartikelhersteller On ist nach seinen Ergebnissen des zweiten Quartals an der Börse böse unter die Räder gekommen. Die Aktien des Zürcher Unternehmens, an dem auch Roger Federer beteiligt ist, stürzten an der New Yorker Börse auf den tiefsten Stand seit zweieinhalb Jahren ab.
Zum Handelsende kostete die Aktie an der NYSE nur noch 30,91 US-Dollar (-20,29 Prozent). Zwischenzeitlich war der Kurs gar auf 30,11 US-Dollar gefallen. Das war der tiefste Stand seit Februar 2024.
yz/rw
Zürich (awp)
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