| Operative Verbesserungen |
17.06.2026 17:52:06
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Straumann-Aktie zweistellig stärker: Margenprognose für 2026 deutlich angehoben
Straumann sorgt zur Wochenmitte für eine positive Überraschung.
Neu erwartet Straumann eine Ausweitung der Kern-EBIT-Marge 2026 um 140 bis 170 Basispunkte zu konstanten Wechselkursen von 2025, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Zuvor hatte der Konzern einen Anstieg um 30 bis 60 Basispunkte in Aussicht gestellt.
Grund dafür für die Erhöhung seien operative Verbesserungen in allen Geschäftsbereichen, ein günstiger geografischer Mix sowie geringere Zölle als erwartet, heisst es weiter. Wie Straumann-Chef Guillaume Daniellot laut Communiqué erklärt, seien sowohl Effizienzsteigerungen in der Fertigung als auch ein diszipliniertes Ressourcenmanagement massgeblich für das bessere Abschneiden verantwortlich.
Wie es weiter heisst, verlaufen die Massnahmen zur Steigerung der Rentabilität im Bereich Kieferorthopädie planmässig. Aber auch das sich weiter verbessernde Rentabilitätsprofil des Intraoralscanner-Geschäfts hebt Straumann als einen stärkenden Faktor hervor.
Rentabilität im China-Geschäft verbessert
Vor allem die Aussagen zum chinesischen Markt dürften bei Investoren zu einer gewissen Erleichterung führen: So habe sich die Rentabilität in China verbessert, heisst es. Dies werde durch den Hochlauf des Standorts in Shanghai und niedrigere Produktionskosten vor Ort gestützt. "Die verzögerte Einführung von VBP 2.0 hat zu einem unveränderten Preisumfeld geführt, während sich der Patientenstrom und die Nachfrage der Vertriebspartner langsam normalisieren." Zur Erinnerung: Das China-Geschäft hatte wegen der verzögerten Preisreform (VBP 2.0) den Konzern in den vergangenen Quartalen ausgebremst
Zusätzlich erwartet die Dentaltechnikfirma nicht-operative Zollrückerstattungen von bis zu 17 Millionen Franken, die jedoch nicht in der aktualisierten Prognose enthalten sind.
Beim Umsatz hält der Konzern an seiner bisherigen Erwartung eines hohen einstelligen organischen Wachstums für das Gesamtjahr 2026 fest. Die Verbesserung der Profitabilität soll gleichmässig auf das erste und zweite Halbjahr verteilt sein.
So reagiert die Straumann-Aktie
Der Dentalimplantatehersteller Straumann hat seine Margenprognose am Morgen deutlich erhöht.
Letztlich gewann die Straumann-Aktie an der SIX 10,08 Prozent auf 103,80 Franken. Im bisherigen Jahresverlauf hatten sich die Titel allerdings noch flach entwickelt und damit deutlich schlechter als der Gesamtmarkt.
Dank operativer Verbesserungen in allen Geschäftsbereichen, eines günstigen geografischen Mixes sowie geringerer Zölle als erwartet schraubt Straumann das Margenziel deutlich nach oben. Analysten zeigen sich denn auch positiv überrascht.
Die zuständige Vontobel-Analystin wertet die Nachrichten als klar positiv und überdenkt nun ihr Kursziel von aktuell 110 Franken. An der Kaufempfehlung hält sie weiterhin fest.
Der zuständige Barclays-Analyst zeigt sich weniger über die Tatsache der Erhöhung überrascht, als über das Ausmass: "Die Erhöhung ist deutlich stärker als erwartet." Dabei sei die Erhöhung zu gleichen Teilen etwa auf interne Verbesserungen als auch externe Markt-Faktoren zurückzuführen.
Auch die ZKB sieht in den Neuigkeiten ein "positives Signal" und rechnet mit Konsenserhöhungen. Die Halbjahreszahlen vom 19. August würden nun "der nächste zentrale Prüfstein für die Nachhaltigkeit dieser Margenverbesserung".
hr/ys
Basel (awp)
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