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Starke Nachfrage 24.01.2023 17:53:00

Swatch-Aktie springt hoch: Swatch steigert im Jahr 2022 Umsatz und Gewinn - Rekordjagd für 2023 geplant

Swatch-Aktie springt hoch: Swatch steigert im Jahr 2022 Umsatz und Gewinn - Rekordjagd für 2023 geplant

Der Bieler Uhrenkonzern Swatch ist im vergangenen Jahr trotz eines Corona-Dämpfers im wichtigen chinesischen Markt gewachsen und hat auch mehr verdient.

Erholt sich das Geschäft in China weiter wie erhofft, dann winkt im laufenden Jahr ein Umsatzrekord.

2022 hat die Gruppe, zu der nebst Swatch bekannte Marken wie Omega, Tissot oder Longines zählen, einen Umsatz von 7,50 Milliarden Franken erzielt. Das ist ein Wachstum von 2,5 Prozent bzw. währungsbereinigt von 4,6 Prozent, wie der Konzern am Dienstag mitteilte.

Noch deutlicher verbessert hat sich der Betriebsgewinn (EBIT): Der kletterte um 13 Prozent auf 1,16 Milliarden Franken und die entsprechende Marge rückte um 1,4 Punkte auf 15,4 Prozent vor. Der Reingewinn stieg derweil um 6,3 Prozent auf 823 Millionen Franken. Angaben zur geplanten Dividendenzahlung macht der Konzern zu einem späteren Zeitpunkt.

Rücksetzer in China

Während das Geschäft in den USA, Europa, im Mittleren Osten sowie in mehreren asiatischen Märkten mit zweistelligen Wachstumsraten auf Hochtouren lief, musste Swatch in China einen Rücksetzer hinnehmen. Die strengen Corona-Regeln mit Lockdowns in Metropolen wie Shanghai belasteten das Geschäft während des Jahres schwer.

Zudem haben die hohen Corona-Fallzahlen nach der Abkehr Pekings von der "Zero Covid"-Politik zum Jahresende hin zusätzlich auf die Verkaufszahlen gedrückt. Im vierten Quartal brach der Umsatz in China um 30 Prozent ein. Swatch schätzt, dass die Corona-Pandemie in China, Hongkong und Macau im Jahr 2022 zu einem Umsatzausfall von rund 700 Millionen Franken geführt hat.

Damit ist Swatch nicht allein. Vor Wochenfrist etwa hatte der Genfer Konkurrent Richemont, dessen Marken wie Cartier, IWC und Piaget im Luxussegment angesiedelt sind, fürs Weihnachtsquartal einen Umsatzrückgang in China von knapp einem Fünftel gemeldet.

Guter Jahresstart

Doch nun lichten sich die Wolken am chinesischen Konsumhimmel: Im Januar seien in Festland-China solide Verkaufszahlen zu sehen gewesen, sagte ein Swatch-Sprecher auf Anfrage von AWP. Beinahe alle Verkaufsstandorte seien wieder geöffnet und das Geschäft erhole sich stark.

Im sehr wichtigen US-Geschäft wiederum strebt Swatch im laufenden Jahr ein zweistelliges Umsatzwachstum an, wie der Sprecher weiter sagte. Und gruppenweit sieht Swatch gute Chancen, 2023 einen Rekordwert zu erzielen. Zu schlagen gilt es die Marke von 8,7 Milliarden Franken aus dem Jahr 2014.

Hype um "Moonswatch"

Unterstützung auf der Rekordjagd bietet auch die "Moonswatch". Die Swatch im Design der Omega-Kult-Uhr "Moonwatch" ist seit März 2022 in elf verschiedenen Farbkombinationen zu 250 Franken erhältlich und findet reissenden Absatz. Vor den Swatch-Läden bilden sich jeweils lange Schlange, wenn dort die nächste Lieferung ansteht.

Seit der Lancierung sind laut Swatch über eine Millionen Stück verkauft worden, wobei die Nachfrage weiterhin sehr gross sei. Und mit dem Boom habe auch das Original von Omega, das je nach Ausführung 6000 Franken und mehr kostet, an Beachtung gewonnen.

Swatch-Aktien gefragt

Die Swatch-Inhaber-Aktien legen am Dienstag zu. Zwar verfehlte der Uhrenkonzern mit den vorbörslich publizierten Zahlen zum Geschäftsjahr 2022 die Erwartungen der Analysten, konnte aber mit einem zuversichtlichen Ausblick und dem kommerziellen Erfolg bei der "MoonSwatch" Punkte sammeln.

Swatch I gewannen am Dienstag an der SIX letztlich 5,06 Prozent auf 321,90 Franken.

Das Verfehlen der Erwartungen auf allen Ebenen machen die Analysten in erster Linie auf das schwache Abschneiden von Swatch in China fest. Allein im Dezember seien die Umsätze dort um 50 Prozent zurückgegangen, schreibt die Bank Vontobel. Europa, Amerika und der mittlere Osten seien dagegen zweistellig gewachsen. Das Glas könne damit entweder als "halbvoll" oder als "halbleer" betrachtet werden.

Insgesamt sei Swatch in Lokalwährungen im zweiten Halbjahr damit um 2 Prozent gewachsen, so die ZKB. Damit sei der Uhrenkonzern langsamer unterwegs als Konkurrent Richemont, der bei den spezialisierten Uhrenmarken in der Periode von Juli bis Dezember organisch um 5 Prozent zulegen konnte. Gehemmt worden sei die Entwicklung bei Swatch vor allem durch die unteren Preissegmente, wobei die "MoonSwatch" mit über 1 Million verkauften Exemplaren die grosse Ausnahme bilde.

Der Ausblick und die Prognosen für das laufende Jahr fallen im Urteil der Experten wie gewohnt optimistisch aus. So sehe sich die Gruppe dank dem Wachstum in China im Januar auf Kurs zu einem Rekordjahr, so die UBS. Bis zum Vorliegen der offiziellen Export-Zahlen im März seien diese Annahmen des Managements aber mit Vorsicht zu geniessen.

Einen grossen Stellenwert für die weitere Kursentwicklung räumen die Analysten der Telefonkonferenz mit dem Management ein, die heute Nachmittag stattfindet.

Biel (awp)


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Bildquelle: Keystone,Goran Bogicevic / Shutterstock.com

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