Dividende soll steigen |
27.02.2025 12:26:37
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Swiss Re-Aktie zieht an: Swiss Re erzielt Milliardengewinn
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Der Rückversicherer Swiss Re hat ein ereignisreiches 2024 mit einem Milliardengewinn abgeschlossen.
Der Reingewinn belief sich auf 3,24 Milliarden US-Dollar, wie Swiss Re am Donnerstag mitteilte. Damit liegt das erstmals nach neuer Rechnungslegung (IFRS 17) vorgelegte Jahresergebnis über dem vergleichbaren Wert des Vorjahres von 3,14 Milliarden. Swiss Re selber hatte einen Gewinn von 3,0 Milliarden in Aussicht gestellt, Analysten hatten im Durchschnitt einen Überschuss von knapp 3,2 Milliarden erwartet.
Noch im November musste der neue Chef Andreas Berger das ursprünglich kommunizierte Gewinnziel (3,6 Mrd) deutlich senken. Auslöser war eine tiefgreifende Überprüfung der Reserven zum US-Haftpflichtgeschäft und die in der Folge vorgenommene Reservestärkung um nicht weniger als 2,4 Milliarden. Demgegenüber profitierte Swiss Re während des Jahres von weiteren Tarifsteigerungen und der guten Entwicklung an den Finanzmärkten.
Hohe Belastungen
Die Grossschäden infolge von Naturkatastrophen drückten im P&C Re-Geschäft mit 1,0 Milliarden Dollar auf das Ergebnis. Die grössten Schäden seien durch schwere Hagelunwetter in Kanada, den Sturm "Boris" in Mittel- und Osteuropa Europa sowie die Hurrikane "Debby", "Helene" und "Milton" in den USA verursacht worden, hiess es.
Durch die Erhöhung der Rückstellungen und Naturkatastrophenschäden belastet brach der Spartengewinn um ein Fünftel auf 1,2 Milliarden Dollar ein. Der zur Messung der Profitabilität wichtige Schaden-Kosten-Satz verschlechterte sich um knapp 5 Prozentpunkte auf 89,9 Prozent. Gleichzeitig wuchs der Versicherungsumsatz auch dank weiterer Preissteigerungen um 0,9 Prozent leicht auf 19,8 Milliarden.
Einen Gewinnanstieg schaffte Swiss Re in der Lebensparte (L&H Re). Dort rückte der Gewinn um 6 Prozent auf 1,53 Milliarden Dollar vor, insbesondere dank lukrativer Geschäfte an den Finanzmärkten. Über die gesamte Gruppe hinweg verbesserte sich die Anlagerendite gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Punkte auf 4,0 Prozent.
Einen Gewinnsprung legte die Firmenerstversicherung Corporate Solutions (CorSo) hin. CorSo steuerte mit 829 Millionen Dollar (VJ 658 Mio) deutlich mehr zum Gruppenergebnis bei. Robuste Margen und tiefer als erwartet ausgefallene Forderungen aus Man-made-Schäden trugen dazu bei.
Höhere Dividende - Ziele bestätigt
Den Aktionären schlägt Swiss Re je Aktie eine um 8 Prozent auf 7,35 US-Dollar erhöhte Dividende zur Zahlung vor. Der Konzern hält dabei an der Zielsetzung fest, die Dividende bis 2027 jährlich um mindestens 7 Prozent zu erhöhen.
Auch an dem für 2025 gesetzten Gewinnziel von 4,4 Milliarden Dollar hält Swiss Re fest. Daran ändern auch die zu den Waldbränden in Kalifornien erwarteten Schäden in Höhe von unter 700 Millionen Dollar nichts. Im Januar hatte eine Feuerwalze im Norden der Grossstadt Los Angeles für Zerstörung gesorgt. Die Schäden für die gesamte Versicherungsindustrie werden auf rund 40 Milliarden geschätzt.
Die Aussichten für Swiss Re präsentieren sich nach wie vor gut, denn der für Rückversicherer positive Preistrend hält an. In der für Vertragserneuerungen wichtigen Januar-Runde weitete Swiss Re im P&C Re-Geschäft das zur Erneuerung anstehende Prämienvolumen um 7 Prozent auf 13,3 Milliarden Dollar aus. Insgesamt seien dabei Preiserhöhungen von 2,8 Prozent erreicht worden, hiess es.
Änderungen kündigte der Konzern für die Geschäftsleitung an. Kera McDonald wird per 1. Juni zur Group Chief Underwriting Officer ernannt. Sie arbeitete bisher in der CorSo-Sparte. Derweil tritt der langjährige Risikochef Patrick Raaflaub Ende September in den Ruhestand.
Swiss Re-Aktien ziehen nach Zahlen an
Swiss Re-Aktien führen am Donnerstag in einem insgesamt schwächeren Umfeld das Gewinnerfeld im SMI an. Der Rückversicherer kann mit seinen Zahlen überzeugen. Vor allem aber fällt die Dividendenerhöhung grosszügig aus. Wer sich ein Aktienrückkaufprogramm vom Rückversicherer erhofft hatte, wurde allerdings enttäuscht.
G An der SIX stiegt die Swiss Re-Aktie zeitweise um 2,11 Prozent auf 147,50 Franken. Zuvor waren die Papiere bis auf 148,45 Franken gestiegen. Damit bleiben die Papiere in ihrem seit November anhaltenden Aufwärtstrend, der sie auf dem höchsten Niveau seit 2002 verharren lässt.
Dass die Aktien nicht noch stärker anziehen, dürfte an dem Vortagesplus von mehr als 3 Prozent liegen. Starke Zahlen des Konkurrenten Munich Re hatte auch bei der Swiss Re dafür gesorgt, dass Investoren die positiven Erwartungen schon mal eingepreist hatten.
Wie den ersten Reaktionen zu entnehmen ist, fällt die Geschäftsentwicklung sowohl in Bezug auf das Schlussquartal als auch auf das gesamte letzte Jahr insgesamt etwas besser als erwartet aus. Gelobt werden insbesondere die weiteren Verbesserungen beim einstigen Sorgenkind CorSo: Dessen Gewinnbeitrag sei der eigentliche Lichtblick des Tages. Doch auch im P&C-Geschäft schneidet das Unternehmen auf die Combined Ratio bezogen erfreulich ab.
An der Zielsetzung, 2025 einen Reingewinn von mindestens 4,4 Milliarden Dollar zu erzielen, hält der Konzern fest. Wie die Bank Vontobel schreibt, dürfte sich 2025 erstmals die wahre Gewinnkraft des Unternehmens zeigen. Bereits heute liegen die durchschnittlichen Gewinnerwartungen bei 4,45 Milliarden Dollar.
Bei RBC Capital Markets gewinnt man dem Jahresergebnis vorwiegend positive Aspekte ab. Einzig von der SST-Quote hatte man sich etwas mehr erhofft. Von dieser Kennzahl lässt sich auf das Überschusskapital schliessen.
Für Jefferies stehen hingegen die Aussagen in Bezug auf die finanziellen Konsequenzen aus den LA-Wildbränden im Vordergrund. Die US-Investmentbank geht in diesem Zusammenhang von einem allgemeinen Aufatmen bei den Aktionären von Swiss Re aus.
mk/pre/
Zürich (awp)
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