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Volkswagen Aktie 352781 / DE0007664039

Einsparungen 10.07.2026 18:04:00

VW-Aktie im Minus: CEO Blume kündigt grösste Neuausrichtung in der VW-Geschichte an

VW-Aktie im Minus: CEO Blume kündigt grösste Neuausrichtung in der VW-Geschichte an

Nach der Sitzung des VW -Aufsichtsrates zu möglichen weiteren Einsparungen bekräftigt Konzernchef Oliver Blume das Ziel, den Autobauer neu auszurichten.

Der Vorstand treibe die Transformation weiter voran, teilte Blume in einem Statement mit. "Mit unserem Zukunftsplan stellen wir den Konzern auch in einem global massiv herausfordernden Umfeld noch robuster und wettbewerbsfähiger auf."

Blume sprach von der "umfassendsten Neuausrichtung der Konzerngeschichte". Der Vorstand übernehme damit "Verantwortung für die nachhaltige Zukunft des Unternehmens - in einer Zeit, in der die Automobilindustrie weltweit stark unter Druck steht", so Blume weiter. "Wir begrenzen Risiken, erschliessen neue Chancen aus eigener Stärke und setzen ein klares Zeichen für Aufbruch am Wirtschaftsstandort Deutschland."

"Präsenz auf den grossen Weltmärkten stärken"

Finanzvorstand Arno Antlitz ergänzte: "Wir wollen weiterhin in begeisternde Elektrofahrzeuge und neueste Softwarelösungen für unsere Kunden investieren, gleichzeitig unsere Verbrennerfahrzeuge technologisch wettbewerbsfähig halten und unsere Präsenz auf den grossen Weltmärkten stärken."

Dafür müsse der Konzern konsequent Kosten senken, Konzernsynergien heben, Komplexität reduzieren und so die Ertragskraft nachhaltig steigern, betonte Antlitz: "Der Zukunftsplan ist dafür ein starker Hebel."

In Wolfsburg hatte der Aufsichtsrat am Donnerstag über mögliche neue Sparpläne beraten. Beschlüsse gab es nicht. Laut "Manager Magazin" könnten bis zu 100.000 Stellen weltweit wegfallen, doppelt so viele wie bisher geplant. Laut "Bild" könnten es sogar 120.000 sein. Vier Werken des VW-Konzerns in Deutschland droht den Berichten zufolge sogar die Schliessung: Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm.

VW macht nach der Sitzung seines Aufsichtsrates zu weiteren Einsparungen weiter keine Angaben zu möglichen Werksschliessungen und Stellenabbau. Nach dem Ringen um neue Sparpläne gestern im Aufsichtsrat gibt es bei VW weiter keine Klarheit um künftige Einschnitte. Der Konzernvorstand habe dem Aufsichtsrat ein umfangreiches Massnahmenpaket mit 12 Initiativen und das Zielbild 2030 vorgestellt, teilte der Konzern am späten Abend mit. So solle die Modellpalette schrittweise um bis zu 50 Prozent gestrafft werden und die Anzahl möglicher Ausstattungsoptionen um bis zu 75 Prozent sinken.

Angaben zu einem möglichen Stellenabbau und Werksschliessungen, über die Medien zuvor berichtet hatten, machte er nicht. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD), der dem VW-Aufsichtsrat angehört, sagte: "Tatsächlich ist die Frage, wann Entscheidungen getroffen werden, noch unklar."

Betriebsratschefin Daniela Cavallo zeigte sich nach der Sitzung erbost. Sie forderte Blume auf, im Laufe des heutigen Freitags der Belegschaft gegenüber Stellung zu beziehen und sich unmissverständlich zu den Gerüchten über die angeblichen Vorstandspläne zu äussern.

Konzern nennt Verkaufszahlen fürs Quartal

Heute veröffentlicht der Konzern nun die Auslieferungszahlen für das vergangene Quartal. Auch BMW berichtet heute über seine Auslieferungen. Die VW-Tochter Porsche meldete bereits gestern einen Rückgang um 16 Prozent bei den Auslieferungen im ersten Halbjahr - auf 122.306 Sport- und Geländewagen. Angaben zu Umsatz und Gewinn bis Juni gibt es bei VW dann in 14 Tagen bei der Halbjahresbilanz.

Konzernchef Oliver Blume hatte bereits im Frühjahr angekündigt, an einem neuen "Zielbild 2030" für den Konzern zu arbeiten und dabei auch den Sparkurs deutlich verschärfen zu wollen. Laut "Manager Magazin" könnten bis zu 100.000 Stellen weltweit wegfallen, doppelt so viele wie bisher geplant. Vier Werken des VW-Konzerns in Deutschland droht demnach sogar die Schliessung: Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm.

Schwache Geschäfte in China und USA belasten

In den ersten drei Monaten war die Zahl der Auslieferungen im Konzern auf nur noch 2,05 Millionen Fahrzeuge aller Konzernmarken gesunken, 4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Schwache Verkaufszahlen vor allem in China und den USA drückten auf den Absatz.

Seinen weltweiten Marktanteil habe der Konzern dennoch weitgehend stabil gehalten, hiess es. Allerdings bei einem deutlich geschrumpften Gesamtmarkt. In Deutschland und auch in ganz Europa legte Europas grösster Autobauer dagegen zu.

Bereits in den vergangenen beiden Jahren waren die Verkaufszahlen des VW-Konzerns gesunken. 2025 rutschte der Absatz mit 8,98 Millionen Auslieferungen unter die Marke von neun Millionen Fahrzeugen.

Volkswagen streicht die Hälfte seiner Modelle - bedeckt zu Einschnitten

Volkswagen will sich mit einem Massnahmenpaket bis 2030 "robuster, effizienter und wettbewerbsfähiger" aufstellen. Wie der Wolfsburger Autokonzern am Donnerstagabend nach einer Aufsichtsratssitzung mitteilte, soll die Modellpalette um bis zu 50 Prozent reduziert und "auf die attraktivsten Marktsegmente konzentriert" werden. Die Produktionskapazitäten sollen von derzeit 10 Millionen auf 9 Millionen Fahrzeuge pro Jahr angepasst werden, so will der DAX-Konzern auf die veränderte globale Marktlage und den massiv gewachsenen Wettbewerb reagieren. Zu den konkreten Schritten äusserte sich Volkswagen ebenso wenig, wie zu möglichen Werksschliessungen und einem Stellenabbau, über die mehrere Medien im Vorfeld berichtet hatten. Demnach stehen bis zu 120.000 Jobs und vier deutsche Werke auf der Kippe, vor mehreren Standorten fanden am Donnerstag Mitarbeiter-Kundgebungen statt. Laut Medienberichten hat der Konzernbetriebsrat Blume aufgefordert, sich bis Freitag den Beschäftigten gegenüber konkret zu den Kürzungsplänen zu äussern.

Der Vorstand habe dem Aufsichtsrat in der Sitzung ein umfangreiches Massnahmenpaket mit zwölf Initiativen sowie das "Zielbild 2030" vorgestellt. Die Umsetzung der ersten Massnahmen habe der Vorstand bereits gestartet, teilte Volkswagen mit.

Des Weiteren sollen konzernweite Synergien gehoben werden, Parallelstrukturen abgebaut und zentrale Technologiefelder harmonisiert werden. Das Beteiligungs- und Investitionsportfolio soll auf "strategischen Beitrag und Rendite fokussiert" werden, der Konzern will sich auf sein "automobiles Kerngeschäft" konzentrieren.

"Wir machen den Volkswagen Konzern schneller, robuster und wettbewerbsfähiger: durch weniger Komplexität, fokussierte Technologien, eine noch stärkere Ausrichtung von Produkten, Entwicklung und Produktion in den regionalen Märkten, den Abbau von Überkapazitäten, ein gestrafftes Beteiligungsportfolio und deutlich schlankere Strukturen", sagte CEO Oliver Blume. "So schaffen wir die Voraussetzungen für nachhaltigen Erfolg - auch in einem zunehmend anspruchsvollen Umfeld."

Arno Antlitz, CFO und COO, sagte, die bisher vereinbarten Kostensenkungen reichten "im aktuellen wirtschaftlichen und geopolitischen Umfeld" nicht aus. "Wir müssen vielmehr unser Geschäftsmodell grundlegend neu ausrichten und strukturelle, nachhaltige Verbesserungen erzielen." Dazu gehöre, eine verbesserte Kostenstruktur der Fahrzeuge, eine deutliche Senkung der Gemeinkosten, Effizienzsteigerung in den Werken, sowie mehr Tempo bei Technologieentwicklung und Entscheidungsfindung. Insgesamt erfordere dies vom Konzern, erheblich weniger komplex zu werden - bei Produktportfolio und Technologieplattformen, Anzahl der Einheiten und Entscheidungsebenen.

"Diese Handlungsbedarfe werden in dem vorgelegten Zukunftsplan adressiert. Dabei kommt es entscheidend auf die rasche und konsequente Umsetzung an", sagte Antlitz.

Minister fordert Klarheit von VW - Verunsicherung 'greifbar'

Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne hat im Ringen um neue Sparpläne bei Volkswagen Klarheit, Verlässlichkeit und ein tragfähiges Konzept gefordert. Es sei die Aufgabe des Vorstandes, zügig ein schlüssiges Gesamtkonzept auf den Tisch zu legen, sagte der SPD-Politiker zu NDR Info. "Das ist es bisher nicht, und deswegen ist die Verunsicherung mit den Händen greifbar." Er betonte: "Das ist unanständig, so mit den Kolleginnen und Kollegen umzugehen."

Nach Konzernangaben stellte der Vorstand dem Aufsichtsrat ein umfangreiches Massnahmenpaket mit 12 Initiativen und das Zielbild 2030 vor. Demnach soll die Modellpalette schrittweise um bis zu 50 Prozent gestrafft werden und die Anzahl möglicher Ausstattungsoptionen um bis zu 75 Prozent sinken. Angaben zu einem möglichen Stellenabbau und Werksschliessungen gab es zunächst nicht.

Tonne: nicht mit Ängsten der Kolleginnen und Kollegen spielen

Konzernchef Oliver Blume hatte bereits im Frühjahr angekündigt, an einem neuen "Zielbild 2030" für den Konzern zu arbeiten und dabei auch den Sparkurs deutlich verschärfen zu wollen. Laut "Manager Magazin" könnten bis zu 100.000 Stellen weltweit wegfallen, doppelt so viele wie bisher geplant. Vier Werken des VW -Konzerns in Deutschland droht demnach sogar die Schliessung: Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm.

"Wir haben eine gemeinsame Verantwortung", sagte Tonne. "Und die lautet: Mit den Ängsten der Kolleginnen und Kollegen in den Werken darf man nicht spielen." Werksschliessungen und wegfallende Arbeitsplätze seien keine Zukunftsstrategie, kritisierte er. "Erst mal geht es doch darum, dass man eine Idee auf den Tisch legt, die Lust darauf macht, Autos von VW zu kaufen." Bisher höre man aber immer nur von Schliessungen, Rückschritten und Streichungen.

Verkäufe von VW-Tochter Audi sinken weiter

Audi hat im zweiten Quartal erneut weniger Autos verkauft. Die Auslieferungen der VW -Tochter sanken um 8,2 Prozent auf 367'139 Fahrzeuge, wie das Unternehmen mitteilte. Vor allem in China und den USA läuft es schlecht.

Audi setzt damit seinen Abwärtstrend beim Absatz fort. Noch im zweiten Quartal 2023 hatte der Teilkonzern fast eine halbe Million Autos ausgeliefert. Seither ging es nun dreimal klar nach unten.

"Das Marktumfeld in China ist weiterhin anspruchsvoll und hoch wettbewerbsintensiv", heisst es vom Ingolstädter Autobauer. "Seit Jahresbeginn haben Faktoren wie die Änderungen in der Förder- und Steuerpolitik, steigende Kraftstoffpreise und der anhaltende Preiswettbewerb die Nachfrage im Gesamtmarkt belastet."

Immerhin weisen die Auftragseingänge in Westeuropa nach oben: Sie lagen 7 Prozent über dem Vorjahreszeitraum und setzten damit ihren Wachstumskurs fort. Besonders beliebt waren die Modelle Audi Q3 und Audi A6 e-tron.

Im Vergleich zu seinen beiden grossen deutschen Konkurrenten Mercedes und BMW liegt Audi mit den aktuellen Quartalszahlen ein Stück schlechter. Mercedes hatte am Mittwoch für das zweite Quartal einen Rückgang um 6 Prozent auf 511.900 Autos gemeldet, BMW aktuell einen Rückgang um knapp 5 Prozent auf 590'962 Autos. Die Kernmarke der Münchner schnitt mit einem Rückgang um 7,7 Prozent aber nur wenig besser ab als Audi.

Bericht: Sparpaket im VW-Aufsichtsrat durchgefallen

Das Sparpaket von VW-Chef Oliver Blume ist bei der Aufsichtsratssitzung am Donnerstag nach einem Medienbericht abgelehnt worden. Wie die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf Konzernkreise berichtet, stimmten die Vertreter der Arbeitnehmer und des Landes Niedersachsen gegen das Paket.

Da derzeit ein Sitz der Kapitalseite unbesetzt ist, haben Arbeitnehmer und Niedersachsen zusammen eine Mehrheit von 12 zu 7 Stimmen im Aufsichtsrat.

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) hatte bereits im Vorfeld angekündigt, dass das Land keiner Entwicklung zustimmen werde, "die auf Werksschliessungen als vermeintlich einfache Lösung setzt". Auch die IG Metall hatte Widerstand gegen die Sparpläne angekündigt.

VW äusserte sich am Freitag nicht zu einzelnen Abstimmungen im Aufsichtsrat. Blume betonte aber, der Vorstand treibe die Transformation weiter voran. "Mit unserem Zukunftsplan stellen wir den Konzern auch in einem global massiv herausfordernden Umfeld noch robuster und wettbewerbsfähiger auf."

Berichte: Vier Werke in Gefahr

Blume sprach von der "umfassendsten Neuausrichtung der Konzerngeschichte". Der Vorstand übernehme damit "Verantwortung für die nachhaltige Zukunft des Unternehmens - in einer Zeit, in der die Automobilindustrie weltweit stark unter Druck steht", so Blume weiter.

Genaue Details hat VW noch nicht genannt. Laut "Manager Magazin" könnten bis zu 100.000 Stellen weltweit wegfallen, doppelt so viele wie bisher geplant. Laut "Bild" könnten es sogar 120.000 sein. Vier Werken des VW-Konzerns in Deutschland droht den Berichten zufolge sogar die Schliessung: Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm.

Im XETRA-Handel am Freitag schlos die Aktie schwächer: So ging es hier 0,76 Prozent auf 70,98 Euro runter.

AWP / Dow Jones Newswires

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28.07.26 Volkswagen Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
27.07.26 Volkswagen Buy Deutsche Bank AG
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