Grüezi! Sie wurden auf finanzen.ch, unser Portal für Schweizer Anleger, weitergeleitet.  Zurück geht es hier.
14.06.2024 17:09:36

Devisen: Euro fällt stark zu US-Dollar und Franken

FRANKFURT (awp international) - Die politische Unsicherheit in Frankreich setzt den Euro weiter unter Druck. So ist der Kurs der Gemeinschaftswährung Euro am Freitag zum US-Dollar auf den tiefsten Stand seit sechs Wochen gefallen, zum Franken ist es gar der tiefste Stand seit Februar.

Am Freitagnachmittag fiel der Euro zum US-Dollar bis auf 1,0668 US-Dollar, aktuell wird er mit 1,0681 wieder etwas höher gehandelt. Tiefer wurde er zuletzt Anfang Mai gehandelt. Das Euro-Frankenpaar hat im Tief einen Wert von 0,9509 erreicht, nachdem bereits am Vorabend die Marke von 0,96 unterschritten worden war. Zuletzt klar unter 0,95 wurde das Paar im Februar gehandelt.

Anzeige
Sie möchten Währungen handeln? Unser Ratgeber gibt Ihnen Tipps für den Devisenhandel.
Währungen handeln

Die hiesige Währung hat auch zum US-Dollar etwas von ihrem Safe-Haven-Status profitiert, allerdings hält sich der Gewinn hier in Grenzen. Das USD/CHF-Paar ging zuletzt bei 0,8910 um nach 0,8943 am Morgen.

Seit einigen Tagen wird der Euro durch die politische Unsicherheit in Frankreich belastet. Hintergrund sind die von Staatspräsident Emmanuel Macron ausgerufenen Parlamentswahlen, nachdem sein Mitte-Bündnis eine herbe Niederlage bei den Europawahlen erlitten hatte. An den Märkten wird eine Machtübernahme europakritischer Kräfte aus dem rechten politischen Lager befürchtet. Dies könnte sich negativ auf die ohnehin angespannte Haushaltslage des zweitgrössten Eurolandes und damit die Stabilität des Währungsraums auswirken.

Die steigenden politischen Risiken treffen auf Staatsfinanzen, die sich nach Einschätzung von Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, in vielen Mitgliedsländern bereits in einer heiklen Situation befinden. "Eine funktionierende Währungsunion setzt eine enge Kooperation der Mitgliedsstaaten voraus, was rechte Parteien jedoch als Eingriff in die nationale Souveränität ablehnen", sagte Krämer.

Nur zeitweise unter Druck stand hingegen der japanische Yen. Zwar beliess die Notenbank Japans ihre Zinspolitik nach ihrer geldpolitischen Sitzung erwartungsgemäss unverändert. Sie kündigte aber an, ihre Anleihekäufe verringern zu wollen. Details wurden keine genannt, sie sollen erst nach der kommenden Sitzung im Juli folgen. Dies sorgte bei Anlegern für Enttäuschung. Seit dem Mittagshandel konnte sich der Yen jedoch stabilisieren.

Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 2330 Dollar gehandelt. Das waren etwa 26 Dollar mehr als am Vortag./jkr/jsl/men

Nachrichten

  • Nachrichten zu Devisen
  • Alle Nachrichten

finanzen.net News

Datum Titel
{{ARTIKEL.NEWS.HEAD.DATUM | date : "HH:mm" }}
{{ARTIKEL.NEWS.BODY.TITEL}}
pagehit