Zurück geht es hier Grüezi! Sie wurden auf finanzen.ch, unser Portal für Schweizer Anleger, weitergeleitet.  Zurück geht es hier.

DWS Group Aktie 40853778 / DE000DWS1007

Zinsnah investiert 24.05.2026 15:47:00

Alternative zum Tagesgeldkonto? So sinnvoll sind Tagesgeld-ETFs

Alternative zum Tagesgeldkonto? So sinnvoll sind Tagesgeld-ETFs

Geldmarkt-ETFs erfreuen sich wachsender Beliebtheit und versprechen Renditen nahe am EZB-Einlagenzins. Doch für wen lohnt sich diese Alternative zum klassischen Tagesgeld wirklich?

• Geldmarkt-ETFs investieren in kurzfristige Anleihen mit Laufzeiten von maximal einem Jahr
• Die Rendite orientiert sich eng am EZB-Einlagenzins, der seit Juni 2025 bei 2,00 Prozent liegt
• Die laufenden Kosten (TER) liegen bei gängigen Geldmarkt-ETFs typischerweise bei 0,10 Prozent pro Jahr

Was steckt hinter dem Begriff Tagesgeld ETF?

Der Begriff "Tagesgeld ETF" beschreibt im Fachjargon sogenannte Geldmarkt-ETFs oder Money Market ETFs. Diese börsengehandelten Fonds investieren am Geldmarkt, einem Teilsegment des Anleihenmarktes, auf dem kurzfristige Anleihen mit Laufzeiten von maximal einem Jahr gehandelt werden. Wie die Europäische Zentralbank auf ihrer Website erläutert, liegt der Einlagenzins, also der Zinssatz, zu dem Geschäftsbanken Geld bei der EZB hinterlegen können, seit dem 11. Juni 2025 bei 2,00 Prozent. Die Renditen von Geldmarkt-ETFs orientieren sich eng an diesem Leitzins.

Die meisten Geldmarkt-ETFs bilden die Euro Short-Term Rate (€STR) ab. Laut Deutscher Bundesbank handelt es sich dabei um einen unbesicherten Tagesgeldsatz, der auf Basis von Geldmarktstatistiken berechnet wird und den durchschnittlichen Zins für Übernachtkredite zwischen europäischen Banken widerspiegelt. Diese Nachbildung erfolgt typischerweise über sogenannte Swap-Geschäfte, bei denen der ETF mit einem Partner die Rendite tauscht und so den gewünschten Geldmarktzins erhält. Alternativ gibt es ETFs, die physisch in kurzlaufende deutsche Staatsanleihen investieren und dadurch eine besonders hohe Sicherheit bieten.

Geldmarkt-ETF oder Tagesgeldkonto - ein Vergleich

Ein wesentlicher Unterschied zwischen beiden Anlageformen liegt in der Zinsweitergabe. Während Banken bei Tagesgeldkonten selbst entscheiden, welchen Anteil des EZB-Leitzinses sie an ihre Kunden weitergeben, partizipieren Anleger bei Geldmarkt-ETFs nahezu direkt am aktuellen Zinsumfeld. Wie DWS, der Anbieter der Xtrackers-ETFs, auf seiner Website erklärt, werden Zinsänderungen bei Overnight-ETFs unmittelbar im Kurs abgebildet, während Tagesgeldkonten Zinserhöhungen häufig nur verzögert weitergeben.

Allerdings fallen bei ETFs auch Kosten an: Neben den laufenden Fondskosten (TER) von üblicherweise 0,10 Prozent pro Jahr entstehen Ordergebühren beim Kauf und Verkauf. Ein weiterer Aspekt betrifft die Einlagensicherung: Während Tagesgeld bei EU-Banken bis 100'000 Euro pro Person geschützt ist, gilt bei ETFs das Prinzip des Sondervermögens. Das bedeutet, dass das investierte Kapital auch bei einer Insolvenz des ETF-Anbieters geschützt bleibt und zwar ohne Obergrenze. Für Anleger mit Vermögen über 100'000 Euro kann dies ein entscheidender Vorteil sein.

Für wen eignet sich die ETF-Variante?

Geldmarkt-ETFs richten sich vor allem an Anleger, die bereits Erfahrung mit Wertpapieren haben und ein Depot besitzen. Sie eignen sich besonders gut als Sicherheitsbaustein in einem diversifizierten Portfolio oder zum Parken grösserer Geldbeträge. Wie aus dem Vergleich von DWS hervorgeht, bietet ein Tagesgeldkonto hingegen den Vorteil der täglichen Verfügbarkeit ohne Ordergebühren - für den Notgroschen kann dies die praktischere Lösung sein.

Laut DWS unterliegen Overnight-ETFs einem Zinsänderungsrisiko: Sinkt der Leitzins, reduziert sich auch die erwartete Jahresrendite des ETF. Die EZB-Daten zeigen, dass der Einlagenzins seit Mitte 2024 schrittweise gesunken ist. Von 4,00 Prozent hat er sich innerhalb eines Jahres auf 2,00 Prozent halbiert. Wer regelmässig zwischen Tagesgeldkonten wechselt, um von Aktionszinsen zu profitieren, findet in Geldmarkt-ETFs laut DWS eine Alternative ohne Volumenbegrenzung und mit täglicher Handelbarkeit an der Börse.

D. Maier / Redaktion finanzen.ch

Weitere Links:


Bildquelle: zhaoliang70 / Shutterstock.com

Kann KI persönliche Finanzberatung ersetzen? Gzim Hasani zu Gast im BX Morningcall

smzh-CEO und Partner Gzim Hasani spricht im BX Morningcall über den Aufbau der Finanzberatung smzh, Führung in einem stark gewachsenen Unternehmen und den Einsatz von KI.

Das Gespräch zeigt, wie Gzim Hasani persönliche Beratung, ganzheitliche Koordination und technologische Unterstützung zusammendenkt. Ausgehend von seinem Wechsel vom Banking ins Unternehmertum erläutert Gzim Hasani, wie smzh gewachsen ist, wie Partnerschaften anhand von Reputation, Aktivierung und neuen Kontakten beurteilt werden und weshalb er Druck vor allem als Verantwortung versteht.

Weitere Themen sind die Rolle von KI im Beratungsalltag, seine Aufteilung zwischen Kundenarbeit, Steuerung und Innovation sowie die langfristige Vision eines zugänglicheren Family-Office-Ansatzes.

https://bxplus.ch/bx-musterportfolio/

Kann KI persönliche Finanzberatung ersetzen? Gzim Hasani zu Gast im BX Morningcall

ETF-Finder