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Turbulente Zeiten 05.12.2022 16:35:00

Musk will auf Twitter interne Dokumente veröffentlichen - S&P streicht Rating - EU-Kommissar droht mit Twitter-Aus in Europa

Musk will auf Twitter interne Dokumente veröffentlichen - S&P streicht Rating - EU-Kommissar droht mit Twitter-Aus in Europa

Twitter-Chef und Tech-Milliardär Elon Musk hat erneut einen Angriff auf die US-Demokraten gestartet.

Dieses Mal teilte er Tweets über interne Twitter-Dokumente über die Kontroverse rund um einen "New York Post"-Artikel, der kurz vor der Präsidentenwahl 2020 erschien. Der Artikel enthielt eine E-Mail des Sohns des heutigen US-Präsidenten, Hunter Biden, im Zusammenhang mit seinen Auslandsgeschäften. "Was wirklich mit der von Twitter unterdrückten Hunter-Biden-Story passiert ist, wird (...) auf Twitter veröffentlicht!", kündigte Musk vorher am Freitag (Ortszeit) an und schrieb weiter "Das wird grossartig".

Twitter sperrte damals den Artikel und den Account der Zeitung, weil der Bericht gegen die Regeln verstossen haben soll, welche die Verbreitung von Informationen, die durch illegale Hacks erlangt wurden, verbieten. Der damalige Twitter-Chef Jack Dorsey räumte später ein, dass das Vorgehen der Plattform gegen die "New York Post" ein Fehler gewesen sei. Twitter änderte anschliessend seine Regeln.

Musk teilte eine Serie von Tweets des Journalisten Matt Taibbi. Die zeigten unter anderem in mehreren Screenshots interner Kommunikation, dass auch im Unternehmen über die Sperrung des "New York Post"-Artikels kontrovers debattiert wurde. Taibbi wollte damit ausserdem einen angeblichen Einfluss der Demokraten auf die Plattform beweisen.

Die Auslandsgeschäfte von Bidens Sohn Hunter hatten bereits in der Vergangenheit für Schlagzeilen gesorgt und den Republikanern Anlass für politische Angriffe auf den Demokraten Joe Biden gegeben. So warfen etwa Geschäfte in der Ukraine Fragen auf: Hunter Biden hatte zwischen 2014 und 2019 einen lukrativen Posten im Aufsichtsrat des ukrainischen Gaskonzerns Burisma inne, während Joe Biden als US-Vizepräsident federführend für die Ukraine zuständig war.

Musk kündigte weitere Veröffentlichungen an. Er hatte Twitter Ende Oktober für rund 44 Milliarden Dollar gekauft. Vor den Zwischenwahlen im November hatte er auf der Plattform für die Republikaner geworben. Später sagte er auf der Plattform, dass er eine Präsidentschaftskandidatur des Gouverneurs des US-Bundesstaats Florida, Ron DeSantis, unterstützen würde. Er liess ausserdem den Account des früheren US-Präsidenten Donald Trump freischalten.

S&P zieht Twitter-Einstufung zurück - 'Mangel an Informationen'

Die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat ihre Kreditbewertung für Elon Musks Online-Plattform Twitter wegen eines "Mangels an ausreichenden Informationen" zurückgezogen. Das teilte das Unternehmen am Freitag (Ortszeit) in Chicago mit. Musk hatte Twitter Ende Oktober für rund 44 Milliarden Dollar gekauft. Der Starunternehmer nahm den Kurznachrichtendienst von der Börse, so dass dieser keine öffentlichen Geschäftsberichte mehr vorlegen muss.

Im Zuge der Übernahme bürdete Musk Twitter Schulden in Milliardenhöhe auf. S&P hatte die Bonitätsnote am 1. November aufgrund dieser Belastungen um fünf Stufen auf "B-" gesenkt - und damit noch tiefer in den sogenannten Ramschbereich für hochspekulative Investments. Ausserdem hatten die Kreditwächter das Rating unter verschärfte Beobachtung genommen. Nun sieht S&P aufgrund mangelnder Einblicke in die Finanzlage aber gar keine Möglichkeit zur Bewertung mehr.

EU-Kommissar droht Twitter mit Strafzahlungen und Abschaltung

Mit Blick auf Twitters Einhaltung von EU-Recht hat EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton Strafzahlungen und weitere Massnahmen ins Spiel gebracht. "Es ist völlig klar: Wenn Twitter sich nicht an diese Regeln hält, können wir Strafzahlungen verhängen. Und wenn sich die Regelverstösse fortsetzen, können wir die Plattform in Europa abschalten", sagte Breton den Zeitungen der Funke Mediengruppe und der französischen Zeitung Ouest-France. "Niemand sollte sich täuschen: Wir werden das auch tun, wenn es nötig wird. Das ist der Wunsch unserer grossen Demokratie."

"Wir verfolgen sehr genau, was auf Twitter passiert seit der Übernahme durch Elon Musk", betonte Breton und kündigte an, vor Weihnachten werde es ein weiteres Treffen zwischen ihm und Twitter-Chef Musk geben. Die Gesetze über digitale Märkte und digitale Dienste "bieten wirkungsvolle Instrumente, um die Verbreitung von Lügen und Hass einzudämmen", meinte Breton. "Twitter muss diese Kriterien erfüllen, wenn es auf dem europäischen Markt weiter tätig sein will."

Musk hatte stets betont, die aus seiner Sicht zu starken Einschränkungen der Meinungsfreiheit auf der Plattform zu beseitigen. Kritiker befürchten, dass er damit Hassrede und Hetze Vorschub leisten könnte. Das Gesetz über Digitale Dienste soll unter anderem sicherstellen, dass Plattformen illegale Inhalte auf ihren Seiten schneller entfernen. Die Vorgaben gelten ab Mitte Februar 2024 in der gesamten EU - für besonders grosse Plattformen schon früher. Anfang 2023 sollen Kommissionsmitarbeitende einen Stresstest in der Twitter-Zentrale durchführen.

WASHINGTON (awp international)


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