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06.06.2026 23:46:00
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Wohin steuert der Goldpreis? Top-Analysten liegen weit auseinander
Nach dem Rekord bei über 5'400 US-Dollar notiert Gold aktuell gut 17 Prozent darunter. Die Prognosen der Investmenthäuser bis zum 1. Quartal 2027 klaffen weit auseinander.
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Breite Spanne: zwischen 4'166 und 6'300 US-Dollar
Die Bandbreite der Prognosen für den Zeitraum bis Ende 2026 und Anfang 2027 ist ungewöhnlich gross. Goldman Sachs bestätigte nach dem deutlichen Rücksetzer im März 2026 sein Kursziel von 5'400 US-Dollar je Feinunze bis Ende 2026. JPMorgan hatte im Februar 2026 einen Zielkorridor von 6'000 bis 6'300 US-Dollar für Ende 2026 ausgegeben, rund 50 Prozent höher als die eigene Prognose vom Dezember 2025, wie Gold Republic erklärt. Am anderen Ende der Skala steht laut MiningScout S&P Global: Die Analysten sehen den Goldpreis bis 2027 bei 2'100 US-Dollar, nachdem sie ihr Ziel für 2026 bereits auf 2'500 US-Dollar gesenkt hatten.
Drei strukturelle Treiber dominieren die bullishen Szenarien
Hinter den hohen Zielen der Investmentbanken stehen keine kurzfristigen Spekulationen, sondern nachfrageseitige Argumente. JPMorgan spricht explizit von einer strukturellen Rebasing-Phase des Goldpreises: Zentralbanken mit einem Goldanteil unter zehn Prozent an ihren Reserven könnten allein durch eine Angleichung auf zehn Prozent dauerhaften Nachfrageüberhang erzeugen. Schon eine Umschichtung von 0,5 Prozent aus US-Vermögen in Gold würde laut der Bank ausreichen, um einen Goldpreis von 6'000 US-Dollar zu rechtfertigen. Dazu kommen makroökonomische Rückenwind-Faktoren: Die LBBW rechnet damit, dass die US-Notenbank die Leitzinsen bis Mitte 2027 um weitere 50 Basispunkte senken wird, und erwartet zudem einen schwächeren US-Dollar.
Was gegen die optimistische Lesart spricht
Der aktuelle Rücksetzer auf unter 4'600 US-Dollar entspricht einer technischen Korrektur von rund 15 Prozent vom Allzeithoch. Gold notiert derzeit unter der 50-Tage- und der 100-Tage-Linie, was kurzfristig einen Abwärtstrend signalisiert. Hält sich der Kurs nicht über der Zone um 4'500 US-Dollar, rückt der 200-Tage-Durchschnitt als nächste Orientierungsmarke in den Fokus. Zugleich erinnert die S&P-Global-Prognose daran, dass eine Normalisierung der Zinserwartungen und ein erstarkendem US-Dollar den Aufwärtstrend empfindlich bremsen können.
Nächster Gradmesser: Fed-Entscheidung im Juli
Der nächste belastbare Datenpunkt ist die Fed-Sitzung im Juli 2026. Ob die Notenbank den Zinssenkungspfad bestätigt oder pausiert, dürfte die Prognosen der Banken unmittelbar auf den Prüfstand stellen und die Richtung für den Goldpreis bis ins erste Quartal 2027 massgeblich mitbestimmen.
Evelyn Schmal, Redaktion finanzen.ch
Dieser Text dient ausschliesslich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schliesst jegliche Regressansprüche aus.
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| Goldpreis | 4’075.10 | -189.06 | -4.43 |
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