Haltung unverändert 24.01.2023 14:01:00

Lagarde: Die EZB wird Zinsen deutlich und stetig erhöhen

Lagarde: Die EZB wird Zinsen deutlich und stetig erhöhen

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird nach den Worten ihrer Präsidentin Christine Lagarde ihre Zinsen weiter "deutlich und stetig" erhöhen.

Die Europäische Zentralbank (EZB) sollte das Ausmass ihrer Zinserhöhungen nach Aussage von EZB-Ratsmitglied Peter Kazimir noch nicht reduzieren. "Wir müssen zwei weitere Zinsschritte von 50 Basispunkten liefern", sagte der Chef der slowakischen Zentralbank laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg. Der Rückgang der Inflationsrate in zwei aufeinander folgenden Monaten sei eine gute Nachricht, sei aber nicht genug, um das Tempo der Zinserhöhungen zu verringern.

Einige namentlich nicht genannte EZB-Offizielle hatten Bloomberg in der vergangenen Woche gesagt, dass die Neigung im EZB-Rat zu 50-Punkte-Anhebungen über die Februar-Sitzung hinaus wegen des Inflationsrückgangs und sinkender Energiekosten abnehme. Dieser Darstellung hat inzwischen EZB-Präsidentin Christine Lagarde zwei Mal widersprochen.

Zwei als geldpolitische "Tauben bekannte EZB-Ratsmitglieder stützten die "Kreise"-Meldung allerdings. Der Grieche Yannis Stournaras sagte laut Bloomberg in einem Interview mit der Zeitung Kathimerini: "Die Anpassung der Zinsen muss gradueller werden und die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums im Euroraum berücksichtigen und die reibungslose Übertragung der Geldpolitik in jedes Land."

Auch das italienische Ratsmitglied Ignacio Visco setzte sich für ein langsameres Zinserhöhungstempo ein. Er sei nicht überzeugt davon, dass die EZB derzeit eher das Risiko einer zu starken als einer zu schwachen Straffung eingehen sollte, sagte er. Lagarde sagte beim Jahresempfang der Deutschen Börse laut veröffentlichtem Redetext: "In weniger als einem halben Jahr haben wir die EZB-Zinssätze um 250 Basispunkte angehoben, die schnellste Erhöhung in unserer Geschichte. Und wir haben deutlich gemacht, dass die EZB-Zinsen noch deutlich und stetig steigen müssen, um ein ausreichend restriktives Niveau zu erreichen, und dass sie so lange wie nötig auf diesem Niveau bleiben müssen."

Lagarde bekräftigte damit erneut die nach der EZB-Ratssitzung im Dezember eingenommene Haltung. Lagarde verwies darauf, dass die grundlegende Inflation weiter gestiegen sei. Daher sei es von entscheidender Bedeutung, dass sich Inflationsraten, die über dem 2-Prozent-Ziel der EZB lägen, nicht in der Wirtschaft festsetzten. "Wir müssen die Inflation zurückführen. Und wir werden dieses Ziel erreichen", betonte Lagarde.

Die werde "Kurs halten, um die rechtzeitige Rückkehr der Inflation zu ihrem Ziel sicherzustellen.

Villeroy de Galhau: EZB-Zins erreicht im Sommer Hochpunkt

Die Europäische Zentralbank (EZB) muss ihre Zinsen nach Aussage von EZB-Ratsmitglied Francois Villeroy de Galhau noch einige Mal anheben. "Wir werden den Zinshöhepunkt wahrscheinlich im Sommer erreicht haben, und die Inflation wird bis Ende 2024 oder Anfang 2025 auf die 2-Prozent-Marke sinken", sagte der Gouverneur der Banque de France, dass er gemeinsam mit Bundesbankpräsident Joachim Nagel dem Wochenmagazin L'Express gab.

Villeroy de Galhau, der als moderater "Falke" gilt, sagt, dass sich der Charakter der Inflation geändert habe und nicht mehr nur alleine auf den Energiepreisen beruhe. "Sie erfasst alle Bereiche, einschliesslich des Dienstleistungssektors."

Nagel verwies auf den Anstieg der Kerninflationsrate auf 5,2 Prozent im Dezember und sagte: "Das ist viel zu hoch. Wir müssen die Geldpolitik weiter straffen, um den Preisdruck zu dämpfen und die Inflationserwartungen bei unserem Inflationsziel zu verankern."

FRANKFURT (Dow Jones)


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