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Finanzpsychologie 11.02.2024 22:15:00

Sechs Geldtypen - So beeinflussen Gewohnheiten und Gefühle den Umgang mit Geld

Sechs Geldtypen - So beeinflussen Gewohnheiten und Gefühle den Umgang mit Geld

Jeder hat eine andere Beziehung zu Geld und Finanzen. Und jeder hat unterschiedliche Gewohnheiten, die Finanzentscheidungen beeinflussen. In Zusammenarbeit mit YouGov und dem Psychologen Dr. Oliver Robinson hat die first direct hierzu sechs verschiedene Geldtypen kategorisiert.

Geld und Gefühle

Obwohl man oft der allgemeinen Meinung begegnet, dass Gefühle bei finanziellen Entscheidungen keine Rolle spielen sollten, spielt das Geld auch für das eigene geistige Wohlbefinden eine grosse Rolle. Die richtige Beratung sowie hilfreiche Tipps von führenden Psychologen können zur Verbesserung dieses Wohlbefindens beitragen, wie die first direct im Zuge ihrer Veröffentlichung zu den verschiedenen Geldtypen erklärt. Basierend auf einer ersten Studie von YouGov hat sich first direct mit Dr. Oliver Robinson, einem führenden Psychologen, zusammengetan, um mehr darüber zu erfahren, was die finanziellen Entscheidungen der Menschen beeinflusst. Die Welt erklärt in Bezug auf verschiedene Geldtypen, dass es wichtig sei anzuerkennen, dass alle Geldtypen sowohl positive Fähigkeiten, aber auch gewisse Defizite mit sich bringen. Insgesamt gibt es nicht den Einen richtigen Weg, wie man mit seinem Geld umgehen muss, da auch in diesem Punkt jeder Mensch anders ist, erklärt Chris Pitt, CEO von first direct.

Die Sechs Geldtypen

Der erste der sechs Geldtypen, die die firist direct und Dr. Robinson kategorisieren, ist "Der Getriebene". Der Getriebene ist der "finanziell Selbstbewusste" unter seinen Freunden. Von aussen betrachtet, erweckt er den Anschein, dass er sein Leben voll im Griff hat, er verwaltet vielleicht mehrere Sparpläne, Rententöpfe und Investitionen, dabei steht er jedoch gerade erst am Anfang. Der Getriebene ist ein Optimist, was die Zukunft der eigenen Karriere und Finanzen angeht, ein kalkulierter Risikoträger, der gerne in Dinge investiert und er hat keine Angst vor langfristigen Plänen (es ist gut, Ziele zu haben, die man anstrebt).

Der zweite Geldtyp ist "Der Selbstversorger", der vor allem dadurch heraussticht, dass er nicht sehr materialistisch ist und keine teuren Dinge kaufen muss, um sich wohlzufühlen. Er ist ausserdem ein strenger Haushaltsplaner, der aber gerne Geld für Freunde und Familie ausgibt und dennoch sparsam und einfallsreich ist (er ist dafür bekannt, dass er sich selbst helfen kann). Werden finanzielle Pläne gemacht, ist der Selbstversorger dabei realistisch und hält sich an das, was er kennt.

Der Dritte in der Reihe der Geldtypen ist "Der Besonnene". Dieser Geldtyp hält sich gern an bewährte Methoden und verfügt über ein beachtliches finanzielles Polster. Die neuesten Luxusmarken zu besitzen ist für den Besonnenen nicht von Interesse, stattdessen ist es wichtiger, Qualitätsprodukte zu kaufen, die lange halten. Er gibt im Rahmen seiner Möglichkeiten aus und spart regelmässig. Ausserdem zieht er es vor, sich kein Geld zu leihen, wenn es vermeiden werden kann. Zudem ist der Besonnene Typ finanziell eher vorsichtig und hat eine geringe Unsicherheitstoleranz.

Typ vier der verschiedenen Geldtypen ist "Der der im Moment lebt." Wie der Name vermuten lässt, kommt bei diesem Typ erst das Leben und dann die Finanzen. Er ist nicht der Typ für langfristige Finanzpläne und trifft deshalb nicht immer die besten Geldentscheidungen. Dieser Typ hat oft eine Idee für ein neues Startup-Unternehmen oder ist immer bereit, etwas Neues auszuprobieren. Es stellt sich jedoch die Frage, wie sich dieser Lebensstil etwas finanzfreundlicher gestalten lassen kann.

Der vorletzte Geldtyp ist "Der Jonglierende", der sich vor allem dadurch von den anderen unterscheidet, dass er sich von seinem Herzen leiten lässt. Wenn er etwas unbedingt will, kauft er es sich. Der Jonglierende Typ ist ein Fan von Marken und bekannt dafür, Impulskäufe zu tätigen, benutzt regelmässig das Handy, um die Finanzen zu verwalten oder online einzukaufen und hat vielleicht bereits einen Kredit oder ein langfristiges Kreditkartenguthaben. Oftmals leidet dieser Typ jedoch unter Kaufreue, wenn die finanziellen Konsequenzen getragen werden müssen.

Der letzte Geldtyp ist "Der Ausgeglichene", der, wenn es um seine Finanzen geht, pragmatisch und selbstbewusst ist. Ähnlich wie der Selbstversorger ist der Ausgeglichene realistisch und hält sich an das, was er kennt. Er zögert, neue Marken auszuprobieren, hat nicht viel Geld zum Spielen, kann aber mit dem umgehen, was er hat. Ausserdem vermeidet er es manchmal, neue Dinge auszuprobieren, an neue Orte zu gehen oder langfristige Pläne zu schmieden, die bedeuten, dass er aus der Komfortzone heraustreten muss.

Tipps von Dr. Robinson

Durch die Konzentration auf das Erreichen der eigenen Ziele wird der Getriebene manchmal daran gehindert, die Spontanität und die lustigen Momente des Lebens zu geniessen. Wie Robinson erklärt, gibt es jedoch Theorien, die erklären, dass Spontaneität das allgemeine Wohlbefinden fördert. Deshalb rät der Psychologe diesem Geldtyp, jeden Monat einen "Tag der Spontaneität" im Kalender einzuplanen, der frei für neue Erlebnisse ist. "Sie werden es vielleicht als befreiend empfinden, solche ungeplanten Aktivitäten zu unternehmen, und Sie werden kein schlechtes Gewissen haben, wenn Sie Geld dafür ausgegeben haben", so Robinson.

Dr. Robinsons Tipp für den Selbstversorger ist es, sich Mind Maps anzulegen, um die eigenen Ziele besser zu visualisieren. Ausserdem sei es hilfreich, sich mit Freunden auszutauschen, um Ideen auszutauschen, wie man das Beste aus dem eigenen Geld machen kann. "Vielleicht bekommen Sie nicht immer die richtigen Tipps, aber es könnte Sie inspirieren, Ihre Finanzen ein wenig anders zu betrachten oder neue Wege zu finden, Ihr Budget zu maximieren", erklärt Robinson.

Dem Besonnen Typ rät Dr. Robinson, sich beraten zu lassen, was getan werden kann, um das eigene Budget zu maximieren. "Wenn Sie Ihre Finanzen mit einem Berater durchleuchten, erfahren Sie vielleicht mehr über verschiedene Möglichkeiten, die Sie bisher nicht in Betracht gezogen haben und die Ihnen langfristig helfen könnten", so Robinson. Ausserdem sollte der Besonnene Typ regelmässig etwas tun, dass ausserhalb seiner Routine und Wohlfühlzone liegt. "Denken Sie daran, sich ein Budget für diese Aktivitäten zu setzen und im Laufe der Zeit zu beobachten, welche neuen Dinge Sie lernen. Sie werden feststellen, dass Sie dadurch eine neue Sichtweise auf Ihre Finanzen gewinnen und auch Ihre Herangehensweise an unangenehme Situationen ändern", erklärt der Psychologe.

Dem, der im Moment lebt, rät Dr. Robinson sich seinen derzeitigen Umgang mit Geld und eine Zukunft, in der man mit seinem Geld gerne wäre, ins Gedächtnis zu rufen. "Schreiben Sie nun Massnahmen auf, die Sie ergreifen können, um dieses Ziel zu erreichen. Wenn Sie Ihre Ziele im Vergleich zu Ihrem jetzigen Zustand aufschreiben, können Sie die Schritte, die Sie unternehmen müssen, besser einschätzen", erklärt Robinson. Ebenfalls hilfreich könnte es sein, ein Brief an sein zukünftiges Ich zu schreiben, in dem man festhält, wo man zu einem bestimmten Zeitpunkt gerne wäre und was man für das Erreichen dieses Ziels machen wird.

Dem Jonglierenden Typen rät der Psychologe, ein Geldtagebuch zu führen. "Jedes Mal, wenn Sie Geld ausgeben, notieren Sie, was Sie gekauft haben und warum, wie viel es gekostet hat und wie Sie sich dabei gefühlt haben. Das Aufschreiben von Dingen kann Ihnen helfen, diese Käufe sorgfältiger zu überdenken." Sobald man den Drang verspürt, Geld auszugeben, sollte man zunächst innehalten und sich auf seine Atmung konzentrieren. Nach einer kurzen Atemübung ist der Drang vielleicht schon wieder verschwunden. Ausserdem sollte man festlegen, wie viel Bargeld man in einer Woche ausgeben darf und sich auch daran halten.

Dem Ausgeglichenen Geldtyp rät Robinson, sich beraten zu lassen, was getan werden kann, um das eigene Budget zu maximieren. Ausserdem sollte auch der Ausgeglichene Typ etwas aus seiner Komfortzone heraustreten und regelmässig etwas tun, dass er noch nicht getan hat. "Sie könnten Ihre Komfortzone verlassen, ohne das Haus zu verlassen, indem Sie einen Online-Kurs zu einem Thema belegen, das Sie interessiert, einem Online-Forum beitreten oder sogar eine neue App oder Zahlungsmethode ausprobieren, die Sie bisher gemieden haben", so Robinson.

E. Schmal/Redaktion finanzen.ch


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