26.02.2025 07:36:37
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Implenia steigert Profitabilität - Reingewinn sinkt nach Rekord
(Ausführliche Fassung)
Zürich (awp) - Implenia hat im vergangenen Jahr bei leicht weniger Umsatz die operative Profitabilität verbessert. Der Reingewinn erreichte allerdings den Rekord aus dem Vorjahr nicht mehr.
Unter dem Strich erzielte der grösste Baukonzern der Schweiz im Jahr 2024 noch einen Reingewinn von 93,4 Millionen Franken, wie Implenia am Mittwoch in einem Communiqué bekannt gab. Ein Jahr zuvor hatten positive Steuereffekte den Reingewinn auf 141,8 Millionen Franken hochgetrieben, was das beste Ergebnis in der Firmengeschichte gewesen war.
Damals hatte Implenia latente Steuerforderungen auf Verlustvorträgen kapitalisiert. Diesmal fielen die positiven Steuereffekte nicht mehr so hoch aus wie im 2023.
Der Rückgang war erwartet worden. Denn bereits vor einem Jahr hatte Finanzchef Stefan Baumgärtner gesagt: "2023 haben wir alle möglichen Verlustvorträge aktiviert, die es zu aktivieren gab. Für 2024 gehen wir nun aber wieder von einer Normalisierung der Steueraufwände aus."
Der Umsatz sank um 1,0 Prozent auf 3,56 Milliarden Franken. Hier wirkte der starke Franken als Bremsklotz. Währungsbereinigt nahm der Umsatz ganz leicht um 0,1 Prozent zu.
Mehr Betriebsgewinn
Dafür konnte Implenia die operative Profitabilität verbessern. Der Betriebsgewinn EBIT stieg um 6,4 Prozent auf 130,5 Millionen Franken. Entsprechend legte die Betriebsgewinnmarge auf 3,7 Prozent zu nach 3,4 Prozent vor einem Jahr. Damit ist Implenia eine Punktlandung geglückt: Der Baukonzern hatte einen EBIT von 130 Millionen für das Gesamtjahr 2024 in Aussicht gestellt.
Dabei half eine Einmalzahlung von netto 16,4 Millionen aus der Auflösung der bisherigen Outsourcing-Partnerschaft mit der Immobiliengesellschaft Ina Invest, die nun durch eine Partnerschaft für Entwicklungs- und Realisationsleistungen ersetzt wird. Dank der Zahlung erreichte die Implenia-Immobiliendivision Real Estate einen EBIT von 37,2 Millionen Franken nach 40,5 Millionen im Vorjahr.
Den Rückgang begründete Implenia damit, dass die Division im vergangenen Jahr aufgrund der ungünstigen Marktsituation nur wenige Immobilienverkäufe getätigt habe. Man könne auf bessere Zeiten warten, hiess es.
Die Division Buildings, welche Spezialhochbauten wie beispielsweise Rechenzentren erstellt, steigerte ihren EBIT um knapp 13 Millionen auf 55,5 Millionen Franken. Dazu steuerte der übernommene Immobiliendienstleister Wincasa 16,5 Millionen Franken bei. "Sowohl die Schweiz als auch Deutschland trugen positiv zum Ergebnis bei", schrieb Implenia.
Die Division Civil Engineering (Tiefbau und Tunnel) konnte dank des starken Tunnelgeschäfts in allen Ländern den EBIT um 2 Millionen auf 39,7 Millionen Franken steigern. Und die Division Specialties erhöhte den Betriebsgewinn um 1 Million auf 8,6 Millionen Franken.
Zudem hat Implenia die Eigenkapitalquote auf 21,2 Prozent verbessert (2023: 19,8 Prozent).
Kräftige Dividendenerhöhung
Die Aktionäre können sich über eine deutlich höhere Ausschüttung freuen: Implenia will eine Dividende von 0,90 Franken je Aktie bezahlen. Das sind 0,30 Franken mehr als im Vorjahr.
Mit den Zahlen hat Implenia die Prognosen der Analysten beim Reingewinn klar und beim EBIT etwas übertroffen. Beim Umsatz und bei der Dividende lagen die durchschnittlichen Erwartungen gemäss AWP-Konsens leicht höher, wobei die Bandbreite bei der Dividende allerdings gross war.
Höherer EBIT angepeilt
Für das neue Geschäftsjahr rechnet Implenia mit einem höheren Betriebsgewinn: Der EBIT solle auf rund 140 Millionen Franken steigen, hiess es.
An den mittelfristigen Zielen hält der Konzern fest: So will Implenia einen EBIT-Marge von über 4,5 Prozent und eine Eigenkapitalquote von 25 Prozent erreichen. "Der Verwaltungsrat geht davon aus, dass Implenia auch zukünftig kontinuierlich Dividenden ausschütten wird", hiess es weiter.
Dies geschieht unter einer neuen Führung: Konzernchef André Wyss übergibt sein Amt ab dem 1. April wie bereits bekannt an Jens Vollmar, der bisher Leiter der bisherigen Division Buildings ist.
jb/ra/rw
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