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Zuger Crypto Valley 27.01.2022 23:47:00

Schweizer Kryptobörse SMART VALOR plant IPO - aber nicht in der Schweiz

Schweizer Kryptobörse SMART VALOR plant IPO - aber nicht in der Schweiz

Das im Zuger Crypto Valley beheimatete Startup SMART VALOR strebt einen Börsengang an. Bereits am 10. Februar sollen die Aktien der Full-Service-Börse für digitale Vermögenswerte zum ersten Mal gehandelt werden - allerdings nicht an der SIX.

• SMART VALOR plant Börsengang an schwedischer Nasdaq First North
• Bewertung von 73,5 Millionen Franken angestrebt
• Startup in der Schweiz trotz Auftritt bei "Die Höhle der Löwen" kaum bekannt

Mit SMART VALOR will erstmals ein Unternehmen aus dem Zuger Crypto Valley an die Börse gehen. Laut Angaben der "Neue Zürcher Zeitung (NZZ)" bezeichnete sich das Startup im Rahmen der IPO-Ankündigung als "erstes Crypto-Valley-Unternehmen an der Nasdaq" - gemeint ist damit allerdings nicht die grosse Technologiebörse in den USA, sondern der alternative Marktplatz Nasdaq First North Growth Market an der schwedischen Börse in Stockholm, der von der Nasdaq betrieben wird.

Wie Olga Feldmeier, eine der Mitgründerinnen von SMART VALOR, gegenüber der "Handelszeitung" sagte, habe man sich bewusst gegen ein IPO in der Schweiz und für Stockholm entschieden - obwohl es auch anders möglich gewesen wäre. "Die Voraussetzungen für ein Listing an der Schweizer Börse SIX im Wachstumssegment, das Sparks genannt wird, würden wir bereits erfüllen. Trotzdem haben wir uns für die Nasdaq entschieden, da wir grosse Wachstumsambitionen haben", so Feldmeier. So erhoffe sie sich unter anderem einen Zugang zum US-Kapitalmarkt. Tatsächlich dient das Börsensegment Nasdaq First North laut "Handelszeitung" vor allem zur Erhöhung der Sichtbarkeit der Unternehmen für Investoren und zur Vorbereitung auf eine Notierung am Hauptmarkt, an dem jedoch andere Vorgaben gelten, denn das Wachstumssegment hat einen anderen rechtlichen Status als der geregelte Markt.

Dennoch erhofft sich Feldmeier von dem Börsengang laut "finews.ch" auch einen Imagegewinn. "Indem SMART VALOR eine an der Börse gehandelte Publikumsgesellschaft wird, ragt das Unternehmen als Branchenführer in Sachen gute Geschäftsführung und Transparenz heraus", so die Verwaltungsratspräsidentin. Das ist offenbar nötig, da das 2017 gegründete Unternehmen zwar nach eigenen Angaben Kunden aus über 130 Ländern Online-Handel, Brokerage-Dienstleistungen, Verwahrung und diskretionäre Vermögensverwaltung anbietet, in der Schweiz selbst aber nicht sehr bekannt ist - zumindest unter Anlegern. Investoren sind bereits auf das Startup aufmerksam geworden.

Von der "Höhle der Löwen" an die Börse

Im Vorfeld des geplanten Börsenganges zeigten sich Investoren offenbar sehr interessiert und griffen im Rahmen einer Privatplatzierung kräftig zu, so dass diese laut Pressemitteilung überzeichnet war. Die Privatplatzierung ist Teil des geplanten Börsenganges an der Nasdaq First North. Insgesamt fanden in Vorbereitung des Börsengangs zwei Privatplatzierungen in Höhe von insgesamt ca. 110,6 Millionen Schwedischen Kronen statt. Das öffentliche Angebot umfasst 378'000 SDRs - also schwedische Hinterlegungsscheine - im Gesamtwert von 21,7 Millionen Schwedischen Kronen. 56'000 zusätzliche SDRs stehen im Rahmen der Greenshoe-Option zur Verfügung. Die Anteilsscheine sollen zu je 57,50 Schwedischen Kronen an den Mann gebracht werden und können seit dem 21. Januar gezeichnet werden. Laut Pressemitteilung wird SMART VALOR - beim Erreichen des angestrebten Emissionspreises - mit 741,2 Millionen Schwedischen Kronen bewertet. Das entspricht umgerechnet ungefähr 73,5 Millionen Franken. Die Zeichnungsfrist soll noch bis zum 3. Februar laufen, der erste Handelstag ist für den 10. Februar geplant.

Zu den bekannteren Investoren, die bei SMART VALOR bereits seit längerem an Bord sind, gehört laut "Handelszeitung" unter anderem der Multimillionär Daniel Gutenberg, der sich als früher Investor von Facebook einen Namen machte. Laut der Nachrichtenseite sucht er auch heute bei seinen Investitionen gezielt nach möglichen Unicorns, also Unternehmen, die das Potenzial haben, mehr als eine Milliarde wert zu sein. Bei der angestrebten Bewertung ist SMART VALOR jedoch noch weit von diesem Status entfernt. Für Gutenberg und andere frühe Investoren gilt nach dem Börsengang eine Haltefrist von zwölf Monaten.

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Im Jahr 2020 versuchte Olga Feldmeier mit SMART VALOR ausserdem in der Gründer-Show "Die Höhle der Löwen" Investoren für ihr Startup zu gewinnen. Bei dem angebotenen Unternehmensanteil von einem Prozent für 500'000 Franken griff zwar kein Löwe zu, allerdings kaufte Investorin Bettina Hein für 50'000 Franken Token der unternehmenseigenen Kryptowährung Valor - und machte dabei laut "MoneyToday" einen satten Gewinn: Der Wert des Tokens lag zum Zeitpunkt der Sendungsaufzeichnung bei 0,23 US-Dollar und stieg bis zur Ausstrahlung auf 0,32 US-Dollar. Aktuell ist ein Valor Token laut "CoinMarketCap" sogar 0,68 US-Dollar wert (Stand: 26.01.2022).

Gegenwind für Kryptosektor - Börsengang von SMART VALOR in Gefahr?

Doch trotz des TV-Auftritts und der starken Performance der hauseigenen Kryptowährung dürfte SMART VALOR laut Einschätzung der "NZZ" nur wenigen Schweizern bekannt sein - obwohl das Unternehmen von "Forbes" 2018 als eines der zehn spannendsten kleinen und mittelständischen europäischen Unternehmen im Bereich Technologie benannt wurde. Die Einnahmen aus dem Börsengang will das Startup daher laut eigenen Angaben auch dafür nutzen, das B2C- und B2B-Geschäft zu skalieren. Ausserdem sind eine Produktexpansion und die Stärkung der Bilanz geplant.

Die "NZZ" geht allerdings davon aus, dass SMART VALOR auch in Schweden "kein Publikumsmagnet" werden wird - und sieht auch generell Gegenwind für den Börsengang, da die Aktienbörsen und vor allem auch die Kryptowährungen aktuell mit starkem Gegenwind konfrontiert sind. Ob SMART VALOR das IPO also tatsächlich durchziehen und den angestrebten Erlös erzielen wird, muss sich erst noch zeigen.

Redaktion finanzen.ch


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