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Klumpenrisiko? 02.04.2025 22:59:00

Global investieren - aber richtig: Drei ETFs, die mehr Diversifikation bieten

Global investieren - aber richtig: Drei ETFs, die mehr Diversifikation bieten

Wer global investieren will, kommt kaum am MSCI World Index vorbei. Der Index gilt als Klassiker unter den Weltaktienindizes und bildet rund 1‘500 Unternehmen aus 23 Industrieländern ab.

In vielen ETF-Portfolios ist der MSCI World das Fundament. Doch so global, wie es der Name verspricht, ist der Index nicht. Rund 69 % der Gewichtung entfallen derzeit auf US-Aktien. Europa kommt lediglich auf einen Anteil von knapp 18 %, Asien liegt noch darunter.

Diese starke Fokussierung auf den US-Markt hat in der Vergangenheit durchaus für Performance gesorgt, vor allem, solange US-Technologieaktien die Börse dominierten. Doch in Zeiten zunehmender geopolitischer Spannungen, wachsender Marktrisiken und einer möglichen Rotation in andere Regionen und Sektoren rückt ein potenzielles Klumpenrisiko in den Fokus.

Denn wer in den MSCI World investiert, investiert faktisch in den US-Aktienmarkt. Das mag lange Zeit gut funktioniert haben, ist aber mit Blick auf echte geografische Diversifikation nicht optimal. Doch es gibt auch Alternativen, die eine breitere Risikostreuung bieten. Anleger könne dabei zwischen mehreren Konzepten wählen. Dazu gehören u.a. ETFs, die entweder auf eine Gleichgewichtung der enthaltenen Aktien setzen oder zusätzlich Schwellenländer berücksichtigen, die im MSCI World nicht enthalten sind. Andere Varianten verteilen die Gewichtung nicht nach Marktkapitalisierung, sondern nach fundamentalen Faktoren oder regionaler Balance. Dadurch wird Anlegern ermöglicht, wirklich global zu investieren oder zumindest den Einfluss amerikanischer Aktien zu dämpfen.

Ein Beispiel dafür ist der iShares MSCI ACWI UCITS ETF USD (Acc). Er bildet den MSCI All Country World Index ab, der neben den Industrieländern auch Schwellenländer umfasst. Dadurch sinkt der US-Anteil etwas auf rund 63 % ab und es entstehen neue Akzente in Richtung Asien und Lateinamerika. Zwar sind US-Werte auch hier noch dominierend, doch der geografische Mix ist ausgewogener als beim MSCI World. Für Anleger, die einen breiteren Blick auf die Weltwirtschaft werfen wollen, ist dieser ETF sicher eine interessante Alternative zum "grossen Bruder" MSCI World. Der MSCI ACWI ETF hat insgesamt eine Fondsgrösse von knapp 15.7 Mrd. Fr. und ist in mehr als 2.300 Unternehmen weltweit investiert. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0.20 % pro Jahr. Dieser ETF kann ua bei der PostFinance ab 1 Franken Courtage automatisiert im Rahmen eines ETF-Sparplans angespart werden.

Wer das Problem der geographischen Diversifikation noch radikaler angehen möchte, sollte darüber nachdenken, ob er nicht einen Welt-ETF auswählt, der komplett auf amerikanische Titel verzichtet (und den US-Markt lieber anderweitig abdecken). Ein solcher ETF ist der Xtrackers MSCI World ex USA UCITS ETF 1C. Dieser ETF investiert ausschliesslich in Unternehmen ausserhalb der Vereinigten Staaten. Dabei hat Japan derzeit mit rund 19,7 % die grösste Länder-Gewichtung, gefolgt von Grossbritannien mit 12,5 % und Kanada mit 9,6 %. Interessanter Fakt dabei: Die Toppositionen werden mit SAP, ASML und Novo Nordisk durchgängig von europäischen Firmen besetzt. Der ETF selbst hat ein Volumen von rund 1,3 Mrd. Fr., ist thesaurierend und insgesamt in über 790 Positionen investiert. Mit einer Gesamtkostenquote pro Jahr von 0,15 % ist der ETF gleichzeitig relativ preiswert im Unterhalt.

Ein dritter Ansatz ist der Vanguard FTSE All-World UCITS ETF (USD) Distributing. Er kombiniert Industrie- und Schwellenländer, basiert aber auf dem FTSE-All-World-Index und unterscheidet sich damit strukturell etwas vom MSCI ACWI. Die regionale Gewichtung ist ähnlich, die Methodik eine andere. Das zeigt sind besonders darin, dass Vanguard z.B. mit anderen Schwellenwerten beim Streubesitz arbeitet als MSCI. Der vielleicht gravierendste Unterschied zum MSCI-Index: Die FTSE-Indices werden vierteljährlich in der Zusammensetzung geprüft, bei MSCI ist die Überprüfung nur halbjährlich. Damit könnten die FTSE-Indices schneller auf strukturelle Marktveränderungen reagieren. Der Vanguard FTSE All-World ETF hat insgesamt ein Volumen von rund 14.7 Mrd. Fr. und investiert in über 3.600 Werte. Die Gesamtkostenquote liegt pro Jahr bei 0.22 %. Hierbei handelt es sich um einen ausschüttenden Fonds, der aktuell eine Ausschüttungsrendite von 1.59 % ausweist. Dieser ETF kann ua bei Yuh ohne Trading-Gebühren automatisiert im Rahmen eines ETF-Sparplans angespart werden.

Fazit: Es muss nicht immer der Klassiker sein. Für global orientierte Investoren gibt es inzwischen ausreichend viele Alternativen zum MSCI World, um spezielle Anlagestrategien auch umsetzen zu können. Entscheidend für die Auswahl ist auf jeden Fall, wie man es mit der hohen Gewichtung amerikanischer Titel halten will.

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