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Altersvorsorge Schweiz 13.10.2023 21:23:00

Auf dem Weg zum Ruhestand: Was verbirgt sich hinter der Säule 3a in der Schweiz?

Auf dem Weg zum Ruhestand: Was verbirgt sich hinter der Säule 3a in der Schweiz?

Altersvorsorge ist ein bedeutender Aspekt des finanziellen Wohlstands im Ruhestand. Sie umfasst die Planung und Verwaltung von Ressourcen, um finanzielle Stabilität und Nachhaltigkeit während der Jahre des Ruhestandes zu gewährleisten. In der Schweiz basiert das Pensionssystem dabei auf drei Säulen.

• Die Säule 3a ergänzt staatliche und berufliche Vorsorge in der Schweiz
• Angestellte und Selbstständige können steuerbegünstigt jährlich einzahlen
• Die Anlageoptionen umfassen spezielle Konten oder Fonds

Was ist die Säule 3a und welche Voraussetzungen muss man erfüllen?

Das Altersvorsorgesystem ist in der Schweiz dreigliedrig strukturiert und umfasst folgende Säulen:

1. Die staatliche Rente, die älteren Menschen, Waisen und überlebenden Ehepartnern zugutekommt.
2. Die von Arbeitgebern verwalteten Pensionsfonds, welche durch Investitionsstiftungen betrieben werden.
3. Die freiwilligen privaten Investitionen, die den dritten Pfeiler bilden

Die Säule 3a ist ein zentrales Element des dritten Pfeilers im schweizerischen Altersvorsorgesystem und dient der freiwilligen privaten Altersvorsorge, wie "ch.ch" in einem Online-Beitrag berichtet. Angesichts der oft unzureichenden Vorsorge durch die ersten beiden Säulen wählen viele Menschen in der Schweiz die zusätzliche private Vorsorge über die Säule 3, um unangenehme Einkommenslücken zu vermeiden und den gewohnten Lebensstandard im Alter aufrechterhalten zu können. Dabei zielt die Säule 3a im Kern darauf ab, die staatlichen Rentenleistungen, bekannt als AHV/IV, und die beruflichen Vorsorgeleistungen zu ergänzen. Doch welche Personen sind dazu berechtigt, in die Säule 3a zu investieren?

Der Beitrag von "ch.ch" stellt dar, dass Angestellte, die bereits Beiträge an die zweite Säule leisten, berechtigt sind, die Säule 3a abzuschliessen. Auch Selbstständigerwerbende, die nicht bei einer Vorsorgeeinrichtung gemäss dem Gesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) versichert sind, können von diesem Vorsorgeinstrument Gebrauch machen, heisst es weiter. Des Weiteren steht die Säule 3a Personen offen, die im Ausland wohnen, jedoch in der Schweiz arbeiten, wie beispielsweise Grenzgänger. Ebenso können Empfänger von Taggeldern aus der schweizerischen Arbeitslosenversicherung eine Säule 3a abschliessen und beibehalten.

Teilinvaliden mit einem AHV-pflichtigen Einkommen aus einer Erwerbstätigkeit sind ebenfalls berechtigt, Beiträge zur Säule 3a zu leisten. Für Personen, die über das ordentliche Rentenalter hinaus arbeiten, besteht die Möglichkeit, ihre Beiträge zur Säule 3a bis zu fünf Jahre nach ihrem 65. Geburtstag - im Falle von Männern - oder ihrem 64. Geburtstag - im Falle von Frauen - fortzusetzen, wie "ch.ch" weiter berichtet. Abschliessend heisst es, dass zudem Beiträge zur Säule 3a weiterhin geleistet werden können, selbst wenn die Erwerbstätigkeit vorübergehend unterbrochen wird, beispielsweise aufgrund von Zivil- oder Militärdienst, Arbeitslosigkeit oder Krankheit.

Steuerliche Begünstigungen

Im Jahr 2023 ist es für Angestellte, die einer Pensionskasse angehören, möglich, einen Betrag in Höhe von bis zu 7'056 Schweizer Franken jährlich einzuzahlen, während Selbstständige, die nicht der zweiten Säule angehören, bis zu 20 Prozent ihres Einkommens beisteuern können, wobei der Betrag jedoch 35'280 Schweizer Franken nicht überschreiten darf. Ein Vorteil der Säule 3a macht sich in den steuerlichen Begünstigungen bemerkbar, die sie mit sich bringt. Die jährlichen Beiträge zur Säule 3a sind bis zu dem festgelegten Höchstbetrag steuerlich absetzbar, so "ch.ch". Dies bedeutet, dass Angestellte mit einer Pensionskasse bis zu 7'056 Schweizer Franken und Selbstständige ohne Pensionskasse bis zu 20 Prozent ihres Einkommens, bzw. bis zu 35'280 Schweizer Franken, steuerlich geltend machen können. Durch festgelegte regelmässige Beiträge sowie eine Prämienbefreiung im Falle einer Erwerbsunfähigkeit können Sparer auf einem soliden Weg ihre Sparziele erreichen. Zudem zeichnet sich die Säule 3a durch Flexibilität hinsichtlich der Höhe der jährlichen Beiträge aus. Dies ermöglicht es, die Beiträge je nach Bedarf anzupassen oder temporär auszusetzen, um so den variierenden finanziellen Bedingungen des Sparers entgegenzukommen.

Während der Hauptzweck der Säule 3a darin besteht, für den Ruhestand zu sparen, bietet sie dennoch eine zusätzliche Flexibilität in Bezug auf den Zugang zu den angesparten Mitteln. Unter bestimmten Umständen, wie dem Erwerb von Wohneigentum, dem Übergang in die Selbstständigkeit oder der Auswanderung aus der Schweiz, können die angesparten Mittel vorzeitig abgehoben werden, wie "ch.ch" berichtet.

Die Auszahlung der Mittel aus der Säule 3a ist ein weiterer wichtiger Punkt. Die Mittel können frühestens fünf Jahre vor Erreichen des AHV-Rentenalters abgehoben werden, wie "ch.ch" berichtet. Bei der Auszahlung werden die Kapitalleistungen einmalig und separat von anderen Einkommen besteuert, allerdings zu einem reduzierten Satz, der von Kanton zu Kanton variiert.

Konto oder Fonds? Die Investitionsmöglichkeiten der Säule 3a

Beim Vorsorgesparen mit der Säule 3a in der Schweiz stehen den Sparern zwei grundlegende Möglichkeiten der Geldanlage zur Verfügung. Einerseits kann das Geld auf einem speziellen Säule 3a-Konto angespart werden, das jährlich Zinsen abwirft. Andererseits besteht die Option, das Geld in einem Säule 3a-Fonds anzulegen, der, je nach Ausprägung, bis zu 50 Prozent in Aktien investiert sein kann, wie "Finanzmonitor" in einem Online-Beitrag berichtet. Es ist jedoch auch möglich, nur einen Teil des Vorsorgekapitals in Fonds anzulegen.

Die Anlage des Geldes in einem Säule 3a-Konto bietet den Vorteil einer positiven Rendite. In der Vergangenheit waren die Zinssätze auf dem Vorsorgekapital stets positiv, wenn auch nicht sehr hoch, aber es sei sichergestellt, dass eine positive Rendite erzielt wird, so "Finanzmonitor". Eine weitere Stärke dieser Anlageform liegt in der Vermeidung von Schwankungen. Aufgrund der sehr konservativen Anlage in ein Zinskonto unterliegt das Alterskapital keinen Schwankungen und steigt langsam, aber kontinuierlich an. Zudem sind die Zinsen auf den Geldern aus der dritten Säule steuerbefreit, wodurch die Verrechnungssteuer von 35 Prozent nicht anfällt, wie "Finanzmonitor" weiter berichtet. Auf der anderen Seite ist der geringe Zins ein Nachteil, insbesondere im Hinblick auf den langen Anlagehorizont für Gelder in der Säule 3a. Hinzu kommt, dass über sehr lange Zeiträume betrachtet, die Rendite an den Aktienmärkten generell höher ist als bei Sparkonten, was darauf hindeutet, dass ein 3a-Fonds langfristig wahrscheinlich eine höhere Rendite erzielen würde als ein 3a-Konto, so "Finanzmonitor".

Die Anlage in einen Säule 3a-Fonds bietet die Aussicht auf eine höhere maximale Rendite, da aufgrund der Investition in Aktien eine höhere Rendite möglich ist als bei 3a-Konten. Zudem ermöglicht diese Anlageform auch Kleinsparern oder Personen, die neben der dritten Säule über kein Kapital zum Aktiensparen verfügen, an steigenden Aktienkursen zu partizipieren, ohne selbst direkt in Wertpapiere anzulegen. "Finanzmonitor" weist jedoch darauf hin, dass auch Nachteile mit dieser Anlageform verbunden sind. So ist es möglich, dass der 3a-Fonds auch über mehrere Jahre eine negative Rendite erwirtschaftet. Wegen der erwarteten Wertschwankungen sollte diese Anlageform nur gewählt werden, wenn das Vorsorgekapital während mindestens fünf, besser zehn Jahren nicht bezogen werden wird, heisst es in dem Online-Beitrag. Hohe Gebühren sind ein weiterer Nachteil. Die meisten Fondsanlagen mit der Säule 3a sind kostspielig, nicht im Kauf oder Verkauf, sondern bei den Gebühren für die Verwaltung des Fonds, so "Finanzmonitor" abschliessend.

D. Maier / Redaktion finanzen.ch


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