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Erneuerbare Energien 13.11.2022 14:22:00

Siemens Gamesas Windrad-Prototyp verzeichnet neuen Energie-Rekord

Siemens Gamesas Windrad-Prototyp verzeichnet neuen Energie-Rekord

Neben der immer drängender werdenden Klimakrise hat nicht zuletzt auch der Ukraine-Krieg einmal mehr deutlich gemacht, dass sich Europa dringend unabhängiger von fossilen Brennstoffen machen sollte. Ein Hoffnungsschimmer kommt da vom Windrad-Hersteller Siemens Gamesa. Hier stellte ein neuer Prototyp jüngst einen neuen Weltrekord in puncto Stromerzeugung auf.

• Klimakrise und Ukraine-Krieg verstärken Bedeutung von Erneuerbaren Energien
• Siemens Gamesa-Windrad bricht Stromerzeugungsrekord in 24 Stunden
• Weiterer, noch grösserer Prototyp im Aufbau

Bei vielen Menschen sorgen die in kürzester Zeit extrem gestiegenen Energiepreise für grosse Unsicherheit. Nachdem der von Russland verursachte Ukraine-Krieg die Energieversorgung in Europa kräftig durcheinander wirbelte, wird händeringend nach anderen Möglichkeiten gesucht, um die Staatengemeinschaft mit der nötigen Energie zu versorgen. Nicht nur in Deutschland wird dabei auch in Kauf genommen, dass Atomkraftwerke länger am Netz bleiben oder Kohlekraftwerke wieder in Betrieb genommen werden, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Dabei ist klar, dass angesichts der Klimakrise ein Rückschritt ins fossile Zeitalter lang- oder auch mittelfristig keine Lösung ist. Erneuerbare Energien müssen her.

Siemens Gamesa baut Mega-Windräder

Gute Nachrichten kamen in diesem Zusammenhang jüngst von dem spanisch-deutschen Windkraft-Konzern Siemens Gamesa. So hat die Siemens-Tochter jüngst in dem dänischen Testzentrum für Windkraftanlagen in Osterild einen neuen Prototypen installiert, der andere Windkraftanlagen in den Schatten stellt. So handelt es sich bei dem Prototyp SG 14-222 DD um eine der grössten Turbinen weltweit. Ein einzelnes Rotorblatt des Windrades ist 108 Meter lang, der gesamt Rotor misst einen Durchmesser von 222 Meter. Mithilfe der Blätter können so 39'000 Quadratmeter Luftfläche durchkämmt und zu Strom verarbeitet werden.

Neuer Rekord aufgestellt

Erst kürzlich schaffte es das Windrad innerhalb eines Tages 359 Megawattstunden Strom zu produzieren. Dies stellt einen neuen Weltrekord dar. Geplant ist, diese Art Mega-Windrad in einem ganzen Offshore-Windpark einzusetzen, wie zum Beispiel in dem aktuell im Bau befindlichen RWE-Windpark "Sofia" auf der Nordsee-Sandbank Doggerbank zwischen Dänemark und Grossbritannien. Wie t-online berichtet, sei der Beginn der Serienproduktion des Prototypen für 2024 geplant.

Aufspaltung von Meerwasser in grünen Wasserstoff und Sauerstoff

Dass das neuartige Windrad offshore genutzt wird, ist kein Zufall. So soll ein Elektrolyseur in die Turbine integriert werden, der dann wiederum dazu genutzt werden kann, Meerwasser in Sauerstoff und den begehrten nachhaltigen Rohstoff Wasserstoff aufzuspalten. Da die Umwandlung mit Strom aus erneuerbaren Energien vollzogen wird, handelt es sich bei dem Endprodukt um grünen Wasserstoff, der wiederum mithilfe von Pipelines dorthin transportiert werden könnte, wo er benötigt wird: "Im Jahr 2026 rechnen wir damit, dass die Entwicklung erfolgreich abgeschlossen und eine erste Demonstrationsanlage im Wasser stehen könnte", meint Siemens Gamesa-Pressesprecher Marco Lange zu t-online.

Natürlich ist der Bau einer solchen Anlage mit hohen Investitionen verbunden. Allerdings werden für die Energieproduktion keine Brennstoffe benötigt, daher müssen auch keine Preisschwankungen für fossile Brennstoffe berücksichtigt werden. Hinzu kommen die anziehenden Steuern auf CO2-Emissionen, was Windkraft im Vergleich zum Bau oder Erhalt von herkömmlichen Kraftwerken einträglicher werden lässt. Hinzu kommt, dass die Windkraft-Industrie mittlerweile in bedeutender Weise zum BIP der EU beiträgt: "Umgerechnet kann man sagen, dass jede neu installierte Windkraftanlage zehn Millionen Euro an Wertschöpfung generiert", so Lange.

Neuer Prototyp bereits in Bauphase

Auf dem Rekord ruht sich Siemens Gamesa unterdessen nicht aus. Bereits jetzt baut das Unternehmen an einem weiterem Prototyp, dem SG 14-236 DD, dessen Rotordurchmesser nochmal 14 Meter grösser ist und somit 236 Meter zählt. Hier beträgt die Grösse jedes einzelnen Rotorblatts 155 Meter. Mithilfe der grösseren Rotorfläche soll dann eine höhere jährliche Energieproduktion möglich sein. Auch hier soll die Serienfertigung in 2024 beginnen.

Redaktion finanzen.ch


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Bildquelle: SOPA Images/Getty Images,fokke baarssen / Shutterstock.com,claffra / Shutterstock.com

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