NVIDIA Aktie 994529 / US67066G1040
| Kurse + Charts + Realtime | News + Analysen | Fundamental | Unternehmen | zugeh. Wertpapiere | Aktion | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kurs + Chart | Chart (gross) | News + Adhoc | Bilanz/GuV | Termine | Strukturierte Produkte | Portfolio |
| Times + Sales | Chartvergleich | Analysen | Schätzungen | Profil | Trading-Depot | Watchlist |
| Börsenplätze | Realtime Push | Kursziele | Dividende/GV | |||
| Orderbuch | Analysen | |||||
| Historisch | ||||||
| Lob und Kritik |
09.12.2025 21:43:00
|
NVIDIA-Aktie und andere Tech-Giganten enteilen - Europas Chipsektor steht 2026 vor klaren Hausaufgaben
Der KI-Boom stützt sich insbesondere auf Techriesen aus den USA. Wie kann es europäischen Chipherstellern gelingen, diesen Abstand zu verkleinern?
• Experten: Europa sollte Stärken weiter ausbauen
• Aufbau von Innovationsclustern sollte gefördert werden
Seit dem Launch des Chatbots ChatGPT im November 2022 herrscht ein regelrechter KI-Hype. Viele Unternehmen wollen bei solchen Anwendungen mithalten, das steigert den Bedarf an spezialisierter Technik in Rechenzentren. Hiervon kann insbesondere NVIDIA stark profitieren, denn dank seines technologischen Vorsprungs beherrscht der US-Konzern etwa 80 Prozent des Weltmarktes für KI-Hochleistungsprozessoren. An der Börse entwickelt er sich folglich zum Überflieger: Ende Oktober 2025 hat NVIDIA als erstes Unternehmen überhaupt einen Börsenwert von über fünf Billionen US-Dollar erreicht.
Während der Chipdesigner zweifellos zum Aushängeschild des KI-Booms wurde, profitieren aber auch viele andere Konzerne enorm davon - jedoch handelt es sich hierbei überwiegend um US-Konzerne. Was müssen ihre europäischen Konkurrenten wie ASML und Co. also unternehmen um stärker zu werden?
Merck-Manager Kai Beckmann sieht Chancen
Laut Kai Beckmann, CEO des Merck-Unternehmensbereichs Electronics, verfügt Europa über die technologische Exzellenz, die industrielle Tiefe sowie die Innovationskraft, um im KI-Zeitalter eine gestaltende Rolle einzunehmen. Unternehmen wie die niederländische ASML oder Merck und Siemens aus Deutschland seien bereits europäische Vorreiter in der Halbleiterindustrie. Was es aber noch brauche, sei ein vernetzter, strategischer Ansatz, der auf vorhandenen Stärken aufbaut und systemische Hürden abbaut.
Der Experte kritisiert, dass die europäische Politikarchitektur derzeit noch fragmentiert sei, mit isolierten Gesetzen und getrennten Finanzierungsprogrammen. Da KI und Halbleiter jedoch miteinander verbunden seien, müsse auch die Halbleiter-, KI- und Industriepolitik vereinheitlicht werden. Erforderlich sei deshalb eine strategische Koordinierung der Einzelmassnahmen unter dem gemeinsamen Ziel, Europas Führungsrolle bei GenAI-relevanten Technologien zu sichern.
Damit Europa im globalen Technologiewettbewerb bestehen kann, sollte es seiner Meinung nach keine vollständigen Autonomie, sondern eine strategische Souveränität anstreben, indem es sich auf den Ausbau globaler Schlüsselpositionen in der KI- und Halbleiter-Wertschöpfungskette konzentriert. Stärken sieht er etwa in den Bereichen EUV-Lithographie, Materialwissenschaften und industrieller KI. Wichtig sei es, gezielt in Forschung und Entwicklung zu investieren, so der Experte.
Er argumentiert weiter, dass GenAI-zentrierte Innovationsökosysteme aufgebaut werden sollten. Da er die Zukunft in stark vernetzten Innovationsclustern sieht, empfiehlt Beckmann, dass sich öffentliche Investitionen auf "Innovationsanker" konzentrieren sollten - also Fabriken und Einrichtungen, die strategische neue Fähigkeiten in die europäische Industrie bringen.
Ferner fordert der Merck-Manager von der Politik auch einen Abbau von Bürokratie und regulatorische Vereinfachungen sowie eine durchdachte Talentstrategie für Deep-Tech an der Schnittstelle KI-Halbleiter. Dazu müssten attraktive Karrieremöglichkeiten für die durchaus vorhandenen Talente in Europa geschaffen werden, ergänzt durch wettbewerbsfähige Visa-Regelungen.
Bezüglich der Sicherung der KI- und Halbleiterlieferketten empfiehlt Beckmann, protektionistische Reflexe zu vermeiden und stattdessen auf strategische Reziprozität zu setzen. "Unsere Stärken in Bereichen wie Lithographie, Materialwissenschaft und industrieller IP könnten wir in "Technologie-gegen-Zugang"-Abkommen mit anderen Regionen einsetzen, um den Zugang zu GenAI-relevanten Kapazitäten sicherzustellen", so der Manager.
BDI-Digitalexpertin Iris Plöger setzt auf Europas Stärken
Auch Iris Plöger, in der BDI-Hauptgeschäftsführung zuständig für den Bereich Digitales, führt ganz ähnliche Argumente ins Feld. Laut dem "Handelsblatt" sieht sie Europa und insbesondere Deutschland in der globalen Zuliefer- und Komponentenkette für Halbleiter gut positioniert: Deutschland und die Niederlande etwa würden die Welt mit Maschinen zur Chipproduktion beliefern, diese Stärken müsse Europa unbedingt gezielt ausbauen. In anderen Bereichen sollte ihrer Meinung nach die Entstehung von Clustern und hochinnovativen Ökosystemen gefördert werden, damit Europa wechselseitige Abhängigkeiten reduzieren kann.
Ausserdem fordert sie den Abbau regulatorischer Hürden, die Vereinfachung von Planungs- und Genehmigungsprozessen sowie die Bekämpfung des Fachkräftemangels, damit schnell neue Produktionskapazitäten entstehen können.
Daneben kritisiert Plöger, dass die deutsche Bundesregierung mit ihrer Hightech Agenda zwar wichtige Impulse setzte, es fehlen ihrer Ansicht nach jedoch klare Ziele und definierte Meilensteine. Das sei ein Manko, denn im schnelllebigen Halbleitermarkt komme es auf Geschwindigkeit an.
Redaktion finanzen.ch
Weitere Links:
Nachrichten zu NVIDIA Corp.
|
22.01.26 |
Börse New York in Grün: S&P 500 beendet die Sitzung weit in der Gewinnzone (finanzen.ch) | |
|
22.01.26 |
Donnerstagshandel in New York: NASDAQ 100 liegt letztendlich im Plus (finanzen.ch) | |
|
22.01.26 |
Aufschläge in New York: Anleger lassen Dow Jones schlussendlich steigen (finanzen.ch) | |
|
22.01.26 |
Gute Stimmung in New York: Anleger lassen NASDAQ Composite zum Handelsende steigen (finanzen.ch) | |
|
22.01.26 |
NVIDIA Aktie News: NVIDIA zeigt sich am Donnerstagabend freundlich (finanzen.ch) | |
|
22.01.26 |
Freundlicher Handel: NASDAQ Composite nachmittags auf grünem Terrain (finanzen.ch) | |
|
22.01.26 |
Dow Jones aktuell: Dow Jones mit positivem Vorzeichen (finanzen.ch) | |
|
22.01.26 |
Pluszeichen in New York: S&P 500 fester (finanzen.ch) |
Analysen zu ASML NV
| 22.01.26 | ASML NV Outperform | Bernstein Research | |
| 21.01.26 | ASML NV Overweight | JP Morgan Chase & Co. | |
| 20.01.26 | ASML NV Buy | UBS AG | |
| 16.01.26 | ASML NV Outperform | Bernstein Research | |
| 14.01.26 | ASML NV Equal Weight | Barclays Capital |
Was ist Trumps Plan? Venezuela, Grönland & Öl im Fokus – Wallstreet Live mit Tim Schäfer
Zum Jahresauftakt 2026 meldet sich Tim Schäfer wie gewohnt mit aktuellen Einschätzungen aus den USA. Gemeinsam mit David Kunz von BX Swiss TV spricht er über politische und wirtschaftliche Brennpunkte, die die Märkte prägen – allen voran die Entwicklungen rund um Donald Trump, Venezuela und den Ölmarkt.
Themen dieser Ausgabe:
Maduro-Festnahme: Chaos oder Schachzug?
Gewinner: Chevron im Fokus, Exxon setzt auf Guyana
Was machen BP und Shell?
Grönland-Zölle: Druckmittel oder Show?
US-Stimmung & Midterms: was droht politisch?
Fed & Zinsen: kommt die Senkung?
KI, Inflation, Davos: die grossen 2026-Themen
https://bxplus.ch/wall-street-live-mit-tim-schaefer/
Inside Trading & Investment
Mini-Futures auf SMI
Inside Fonds
Meistgelesene Nachrichten
Top-Rankings
Börse aktuell - Live Ticker
Entspannung im Grönland-Streit: SMI und DAX beenden Handel mit Gewinnen -- Wall Street letztlich im Plus -- Märkte in Fernost schliesslich in GrünDer heimische sowie der deutsche Aktienmarkt legten zu. An der Wall Street ging es nach oben. Am Donnerstag bewegten sich die wichtigsten asiatischen Indizes auf grünem Terrain.


